Die Rabenmutti
Montag, 4. Februar 2019

Kurtagebuch: Aufenthalt in der Celenus Fachklinik Bromerhof

Tag 1: Anreise und Ankunft auf dem Bromerhof

Wir haben verschlafen und starten mit einer Stunde Verspätung in die Kur. Ich bin hundemüde, da ich wieder zu lange auf war um letzte Vorbereitungen zu treffen. Aber keine Sorge: Mein Mann fährt. Da ich unterwegs immernoch Mails beantworten muss und wir alle 20 Minuten halten, damit Claire aufs Klo kann, komme ich nicht dazu mich hinzulegen.

Marie brabbelt erst fröhlich (sie genießt wohl die Aussicht im neuen Reboarder) und schläft dann ein.

Willkommen Daheim!

Nach dem gefühlt hundertsten Stop ziehen wir Claire eine Windel an und es geht weiter. Ich schließe für 10 Minuten die Augen um endlich „Schlaf nachzuholen“, da wacht Marie auf und beginnt zu weinen. Da es ohnehin bereits 13 Uhr ist, suchen wir den nächsten Rasthof auf wickeln, essen und fahren weiter. Marie beginnt erneut zu weinen, wir halten und sehen die Misere: Sie hat sich erbrochen. Sie ist komplett dreckig, der Kindersitz auch.

Wir reinigen alles (so weit es geht) und setzen die Fahrt fort. Nach sieben Stunden mit zwei Kindern im Auto kommen wir an. Total K.O. Ich frage mich, wie ich die Rückfahrt (allein) mit dem Auto schaffen soll. Uff.


Wir werden freundlich von der Rezeptionistin empfangen und kurz eingewiesen. Der erste Eindruck: Es ist sauber, ordentlich und freundlich hier. Ich liebe den Dialekt! Dies war einer der Gründe, warum ich hier her wollte: Ich fühlte mich sofort ein wenig heimisch, da sie so sprechen wie ich!! (zumindest, wenn ich nicht dazu „gezwungen“ werde Hochdeutsch zu schwätzen hihi). Das Zimmer ist weiträumig und schlicht. Später merke ich allerdings, dass die Polstermöbel dreckig sind (sieht nach Milchflecken aus). Ich mag das nicht und entscheide mich nur auf der Ledercouch Platz zu nehmen.

Dein Kind isst Schnee??!!

Im Foyer treffe ich andere Eltern und mache mich direkt unbeliebt: Claire ist fasziniert vom Schnee und isst ihn. Ich ernte entsetzte Blicke. Ein Kind möchte auch Schnee essen, die Mutter (oder Oma?) verbietet es. Das Kind sagt: „Aber das andere Kind darf das auch essen!“ Die Frau reagiert mit einem: „Ja, das ist auch…. Du darfst es nicht, das macht alles nass und dreckig.“ Sie schaut mich kurz vorwurfsvoll an und das Thema ist erledigt.

Eine andere Mama sagt, dass sie als Kind auch Schnee gegessen habe und ich fühle mich nicht mehr so schlecht. „Klar! Nur den gelben nicht!“, antworte ich und muss grinsen. Wir müssen beide lachen. Anschließend machen wir den Platz sauber und gehen essen.

Essen fassen!

Das Abendessen ist in Ordnung – es gibt Spätzle mit Hackfleischbällchen und auch Brot mit Wurst/Käse und eine Auswahl an frischen Salaten. Es schmeckt nicht so gut wie in einem Sterne-Restaurant (sowas erwartet man ja auch nicht), aber auch nicht wirklich schlecht oder so. Klinikessen eben 🙂

Im Zimmer angekommen räume ich einen Teil der Klamotten ein und nehme ein heißes Bad mit den Mädchen (jaahaaa eine Badewanne JEAY). Dann lassen wir uns alle erschöpft ins Bett fallen.

Tagesplan: Nichts

Eingangsbereich Bromerhof

Von |2019-02-04T19:13:08+00:00Februar 4, 2019|Kategorien: Dies & Das, Muttergefühle|Tags: , , |0 Kommentare

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