Bericht: Warum den teuren Reboarder kaufen?

Reboarder Närrin Ahoi! Bei meinen Mutterkursen und Krabbelgruppen bin ich ja schon irgendwie der Exot: Ich trage das Kind in der Manduca, lasse sie nicht schreien und praktiziere das Elternbett auf der einen Seite – damit ist man ja eine „Übermutti“. Auf der anderen Seite arbeite ich aber schon wieder und gebe meine Maus mit 1 Jahr nun zur Tagesmutter – 3 Tage in der Woche. Also bin ich auch eine Rabenmutter. Und diese „übermutterige Rabenmutter“ – also Überrabenmutter 😉 – hat sich nun was Neues einfallen lassen: Reboarder. Rückwärts gerichtete Autositze, die nach der Babyschale genutzt werden, bis hin zum vierten Lebensjahr oder gar noch länger.

„Dem Kind wird übel, wenn es rückwärtsfahren muss“

„Das ist herausgeschmissenes Geld und hat keinen Sinn“

„Das arme Kind hat keinen Platz“

„Im ADAC Test schneiden sie so schlecht ab“

– sind viele empörte Ausrufe, die ich zu hören bekam. Aber es stimmt nicht, ich werde diese Aussagen nun einfach ganz frech wiederlegen 😉

Die Reboarder-Fakten

Was sind Reboarder eigentlich? Reboarder sind rückwärtsgerichtete Sitze – genau wie JEDE Babyschale – der Gruppen 0/I (0-18kg), I (9-18kg), I/II (9-25kg) oder 0+/I/II (0-25kg). Zudem gibt es noch sogenannte Pseudoreboarder, diese kann man vorwärts, wie auch rückwärts nutzen und sind preislich günstiger als echte Reboarder. Allerdings sind diese auch nur bis 13kg rückwärts nutzbar.

reboarder Auswirkung

Quelle: Flyer www.reboard-kindersitz.info

 

Die „schlechten“ ADAC-Tests

Damit nehme ich direkt das stärkste Argument vorweg: Reboarder schneiden in ADAC-Tests nur mittelmäßig ab. Stimmt und stimmt nicht. Die meisten Eltern werden durch den ADAC nämlich ganz schön an der Nase herumgeführt: Die schlechten Ergebnisse resultieren nämlich einfach daraus, dass die Punkte Handling und Sicherheit 50/50 gewertet werden. Das heißt konkret: Schneidet ein Sitz mit einer 1 im Handling und einer 3 in der Sicherheit ab, ist der Durchschnittswert eine 2. Schneidet nun ein Reboarder in der Sicherheit mit einer 1, aber im Handling mit einer 3 ab, erhält er ebenfalls eine 2. ABER: Dennoch ist der Reboarder sicherer, er ist halt einfach komplexer einzubauen. An diesem Knackpunkt scheitert es leider immer wieder: Endergebnis ist ungleich Sicherheit. Damit es transparenter wird, werden diese Tests allmählich angepasst. Was ebenfalls problematisch ist: Reboarder, die auch vorwärts genutzt werden können (v.a. Pseudo) werden zumeist als vorwärts gerichtete Sitze getestet. Da sie allerdings für das rückwärts fahren konzipiert worden sind, schneiden sie schlechter in diesen Ergebnissen ab – klar, oder?

Was allerdings stimmt ist, dass das Handling wirklich ein wenig komplizierter ist und es dadurch zu Einbaufehlern kommen kann, was wiederum die Sicherheit beeinträchtigt. Vor allem in den vergangenen Jahren war dies ein großes Thema. Allerdings hat sich auch hier einiges getan, beispielsweise sind Isofix-Sitze sehr viel einfacher zu installieren und verfügen über bestimmte Vorrichtungen, die einen Fehleinbau eigentlich unmöglich machen. Überdies sollte man einen Reboarder einfach im Fachgeschäft erwerben, hier kann nicht nur das Kind probesitzen und entscheiden, ob es den Sitz mag – auch wird der Sitz von Experten eingebaut und vorgeführt, sodass man allerlei Fragen stellen kann.

Aber Obacht: Einen Experten werdet ihr selten im Babyfachgeschäft vorfinden. Leider sind sie oft zu schlecht ausgebildet (siehe Bericht der ARD) und geben falsche Auskünfte zu Reboardern. Geht daher lieber zu einem Reboarder-Fachmarkt in eurer Nähe, auch, wenn ihr dafür evtl. mal einen weiteren Anfahrtsweg hinnehmen müsst.

Das liebe Geld

JA – Reboarder sind teuer! Kostet ein vorwärts gerichteter (halbwegs „guter“) Sitz gerade mal knapp 150 Euro, muss man bei Reboardern mit einem höheren Betrag rechnen. Der erste vollwertige Reboarder kostet 249 Euro (Hauck Varioguard), zwei weitere sind unter 300 Euro zu erwerben (Joie Baby i-Anchor und Recaro Polaric). Den Britax Max Way gibt´s schon ab 306 Euro. Das ist eine Menge Geld, daher erkläre ich euch, warum ihr es aber dennoch investieren solltet:

Fahren Kleinkinder in Reboardern, ist das bis zu 5x sicherer, als in normalen Sitzen. Das ist nicht nur ein guter Marketingslogan, das ist Fakt.

Kopfgröße Verhältnis

© Burdi et al., 1968

Der Körper eines Kleinkindes ist noch sehr unverhältnismäßig, so macht sein Kopf bis zu 25% des gesamten Körpergewichtes aus -im zunehmenden Alter nimmt dies ab (Bildquelle: Autobild).

Die Nackenmuskulatur und Wirbelsäule sind erst im vierten Lebensjahr ausreichend ausgebildet, zuvor befinden sie sich im starken Wachstum und sind daher schneller verletzbar. Erst nach dem vierten Lebensjahr sind die Wirbelkörper (die zuvor aus Knorpelgewebe bestehen) vollständig geschlossen (vgl. Flyer Reboard-Kindersitz.info ). Für mich ein Grund die Maus auf jeden Fall bis zum vierten Lebensjahr im Reboarder fahren zu lassen.

Der Frontalcrash und die Folgen

Warum das so wichtig ist? Kommt es zu einem Frontalunfall wird der Kopf des Kindes in einem vorwärts gerichteten Sitz brutal nach vorne geschleudert, da der Körper von den Gurten zurückgehalten wird. Die Kräfte dabei sind so enorm, dass der noch nicht vollständig ausgebildete Nacken- und Halsbereich des Kindes diese Wucht nicht kompensieren kann. Was folgt klingt schrecklich, ist aber leider an der Tagesordnung: Rückenmarksverletzungen, Querschnittslähmungen und – besonders fatal – eine „innere“ Enthauptung.

Verletzungsrisiko Reboarder

Quelle: Mamamiez.de

Einen guten Bericht hierzu sendete der ARD Ratgeber: Auto-Reise-Verkehr – Reboarder-Kindersitze – vom 25.11.2012:

Kommt es in einem Reboarder zu einem Frontalcrash wird die Aufprall-Energie über den Rücken des Kindes gleichmäßig in den Sitz geleitet. Dabei wirkt der Sitz als Schutzschild und beschützt den Rumpf.

Was ist aber, wenn es von hinten schäppert?

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Quelle: Flyer www.reboard-kindersitz.info

Sehr häufig kommt die Frage nach einem Heckunfall auf – fivriche (gewitzte) Reboardgegner argumentieren so, dass die Kinder ja dann auch in einer Art vorwärts gerichtetem Sitz säßen. Stimmt. Das kann auch passieren, selbst, wenn man immer auf den Verkehr achtet, bleibt es nicht aus, dass man unverschuldet in einen Unfall verwickelt wird.

Allerdings zeigt die Statistik deutlich, dass nur 2 Prozent der schwer oder gar tödlich verlaufenden Unfälle Heckaufpralle sind. Vielmehr machen zu 59% die Frontal– und 39% die Seitenaufpralle das Rennen. Bedenkt immer eines: Bei ziemlich jedem Heckaufprall gibt es ja wiederum einen Frontal- oder Seitenaufprall. Selten knallen zwei Autos mit dem Kofferraum aneinander 😉

Übrigens: In Schweden ist der prozentuale Anteil der verletzten Kinder deutlich geringer als in Deutschland (siehe Säulendiagramm). Dies resultiert daraus, dass in Schweden vermehrt Reboarder genutzt werden und vorwärts gerichtete Sitze eher die Ausnahme sind 😉 Übrigens darf man schwedische Kindersitze zwar in Deutschland nutzen (zugelassen nach ECE-Norm), aber keine US-amerikanischen. Auch dort gibt es Reboarder zu kaufen, aber sie sind leider nicht richtlinienkonform.

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Quelle: Flyer www.reboard-kindersitz.info

Die Physik ist Pro-Reboarder

Zusätzlich hilft das Gesetz der Physik die Gefahr besser einzuschätzen. Ich versuche es jetzt stark vereinfacht zu erklären (ich bin kein Physiker, daher kann es sein, dass ich mich falsch ausdrücke, bitte habt ein Nachsehen mit mir). Natürlich spielen neben Geschwindigkeit auch Masse der Autos etc. eine Rolle, das lasse ich hier der Einfachheit halber außen vor:

Frontalunfall: Kollidieren zwei Autos frontal miteinander, heißt es, dass zwei gegen gerichtete Kräfte aufeinander einwirken, da die Autos aufeinander zufahren und in entgegengesetzte Richtungen möchten. Bei einem Frontalcrash werden diese Kräfte addiert. Plump gesagt: Fährt man 70km/h und das andere Auto 50 km/h wirken Kräfte, als würde man das Auto mit 120km/h gegen eine Mauer fahren.

Heckunfall: Bei einem Heckaufprall ist es so, dass die Autos theoretisch in die gleiche Richtung möchten, das eine Auto ist allerdings schneller unterwegs, da es mehr Kraft aufwendet um vorranzukommen. In einem solchen Szenario werden die Kräfte subtrahiert. Wenn ich also mit 50km/h durch die Stadt fahre und von hinten knallt ein Raser mit 70km/h auf mich drauf, wirken vergleichsweise Kräfte, als würde ich mit 20km/h (70-50=20) auf eine Mauer knallen (bzw. die Mauer rennt auf mich zu *g*). Das ist natürlich stark vereinfacht ausgedrückt und es wirken noch andere Faktoren mit, es sollte aber klar machen, dass die Frage sich nach dem Heckaufprall erübrigt haben sollte.

Das Platzproblem

Immer wieder heißt es, man wolle es dem Kind ja nicht „antun“, weil es dann die Beine (im fortgeschrittenen Alter) in den Schneidersitz nehmen müssen. Dies sei unbequem. Natürlich wollen wir unsere Kinder nicht quälen! Daher mein Ratschlag: Macht doch einfach mal den Selbsttest. Setzt euch auf eine Couch mit relativ großer Sitzfläche (in die Tiefe), sodass eure Beine bis kurz vor die Kniescheiben auf der Sitzfläche aufliegen und dann in der Luft hängen. Bleibt 20 Minuten so sitzen, 30, 45… Merkt ihr was? Wird richtig unbequem oder? Oder, habt ihr die Beine ggf. schon lange zu euch hochgezogen und sitzt etwa im Schneidersitz da? 😉

Sollte es zu einem Unfall kommen und die Beine tatsächlich brechen, habt immer eines im Kopf: Lieber die Beine, als die Wirbelsäule. Und wer sich Gedanken darüber macht, was denn mit dem Gepäck passieren kann, dem kann ich nur raten: SICHERT es! Das gilt auch bei Kindern die vorwärts fahren. Auch da kann loses Gepäck zur tödlichen Waffe werden. Es gibt beispielsweise Trenngitter von Travall, die ziemlich in jedes Auto passen und somit für großen Schutz sorgen. Auch, wenn eure Kids vorwärts fahren, lasst euch gesagt sein: Sicher ist sicher!

Dem Kind wird übel

Warum sollte dem Kind nach einem Wechsel von der Babyschale (rückwärts) in den Reboarder (auch rückwärts) plötzlich übel werden? Es kann durchaus sein, dass die Eindrücke der am Seitenfenster vorbeifliegenden Menschen und Gegenstände dem Kind zusetzen – dann kann man die Scheibe abhängen. Nach hinten raus, sollte es gar keine Probleme geben, denn da entfernt sich die Landschaft ja dann immer nur allmählich vom Kind – so wie im Kinderwagen 🙂

Zudem ist die Wahrscheinlichkeit, dass dem Kind plötzlich übel wird, eher gering. Der Gleichgewichtssinn (der die Reiseübelkeit auslöst) entwickelt sich normal zwischen dem 4.-6. Lebensjahr. Es gibt natürlich andere Gründe, die ein Kind im Auto brechen lassen, diese würden aber auch bei einem vorwärts gerichteten Sitz eintreffen.

Reboarder sind unhandlich und passen nirgends

Zugegeben, Reboarder sind wirklich recht sperrig, der Einbau gestaltet sich (gerade ohne Isofix) als komplizierter und man muss auch gewisse Extras wie Typenlisten, Staufächer und Co. beachten. ABER: Wenn uns diese kleinen Unannehmlichkeiten es nicht wert sind, dass unser Kind 5 Mal sicherer unterwegs ist, was dann? Gerade, weil man vieles beachten muss, statt „Sitz ins Auto – anschnallen – fertig!“ fühle ich mich persönlich sehr viel sicherer damit 🙂

Es gibt aber wirklich für jedes Auto den passenden Reboarder – sogar für meine Knutschkugel (Mazda 2) haben wir den passenden Sitz gefunden 😉 Es kann für den Beifahrer allerdings ggf. unbequem werden – bei uns kann man nun mit maximal 1.65m als Beifahrer mitfahren. Kein Problem – Ich habe kurze Beine. Das Problem kann aber auch bei vorwärts gerichteten Sitzen auftauchen, denn jeder vorwärts gerichtete Kindersitz muss mit einem Mindestanstand von 55cm bis zum Vordersitz eingebaut werden. Hand aufs Herz – wer hat da die Messlatte angelegt und kann mit Sicherheit sagen, dass der Abstand gegeben ist? Das liegt daran, dass beim Crash eine Vorverlagerung möglich ist und das Kind nicht mit dem Kopf gegen den Sitz knallen soll.

Übrigens: Mir ist bewusst, dass nicht jeder über Geld verfügt. Dennoch möchte ich euch dazu anhalten, auf den Reboarder zu sparen. Legt ihr an jedem Tag des Jahres einen Euro zurück, habt ihr nach einem Jahr die Summe für einen guten Reboarder beisammen. Oder lasst euch statt Spielsachen einfach Geld fürs Sparkonto schenken – das ist wirklich sinnvoll 🙂 Wem das nicht ausreicht, kann aber auch auf eine Ratenzahlung zurückgreifen, die von vielen Händlern unterstützt wird.

Unser Maxi Cosi 2waypearl

Und hier ist er: Unser neuer Maxi Cosi 2wayPearl in wunderschönem Rot 🙂 Inklusive Station hat er uns 460 Euro gekostet. Der Sitz ist brandneu und daher auch konform mit der aktuellen i-Size Verordnung (= Pflicht, die Kinder bis zum 15. Lebensmonat rückwärtsfahren zu lassen). Ein gesonderter Testbericht inkl. Vorstellung folgt natürlich noch.

Unser-MaxiCosi 2waypearl

Tipp: Einen weiteren, spannenden Blogartikel zu Reboardern könnt ihr auch bei „Mamamiez“ nachlesen.

Die liebe Anne hatte übrigens den Gründer der Zwergperten Sebastian interviewt und erklärt, warum Reboarder die besseren Kindersitze sind. Schaut unbedingt mal rein!

Quellen:

 

Mehr zum Thema

Von |2018-01-31T02:17:24+00:00August 18, 2014|Kategorien: Beliebt, Dies & Das, Muttergefühle|Tags: , , , , , |91 Kommentare

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[…] erkläre ich ausführlich im Beitrag “Warum einen Reboarder kaufen”. Nur kurz so viel: Ein Reboarder gilt als bis zu 5 Mal sicherer! – Ein Argument, das (uns) […]

Michèle
Gast
Michèle

Es gibt auch noch den MaxiCosi -Mobi- Reboarder für unter 300,00 €. Je nachdem welches Angebot man gerade nutzen kann.

Majamamama
Gast
Majamamama

Liebe Michele
Leider sind die Modelle, die du ansprichst sogenannte Pseudo-Reboarder. Sprich, sie sehen zwar grösser aus, als die Babyschale, aber in den meisten Fällen musst du sie mit 13kg, manche sogar schon mit 10kg vorwärts weiter verwenden – was nicht den Empfehlungen entspricht.
Leider fallen aber viel zu viele Eltern auf Verkaufstricks rein, wenn es Pseudo-Reboarder betrifft. Persönlich empfehle ich die Beratung bei einer Zertifizierten Verkaufsstelle der „Kindersitzprofis“. Sie achten sich, dass du eine zu euch passenden, vollwertigen Sitz erhältst.

Swissmama
Gast
Swissmama

Ich verstehe alle Argumente die du hervorbringst, bringe aber noch ein weiteres ins Spiel…
Wie sicherst du das Gepäck, deine Einkäufe und was sonst noch im Kofferraum rumfliegt? Wir haben uns das bei unserem Grand Espace lange überlegt und sind zum Schluss gekommen, dass die Kinder sicherer sind vorwärts fahrend, mit den oben genannten Risiken, als rückwärts und dann von irgend einem Gegenstand erschlagen oder enthauptet zu werden. Denn die Kinder sind allem was bei einem Unfall herumfliegt (du hast von den Fliehkräften geschrieben) hoffnungslos und wehrlos ausgesetzt.

Das war für uns der Sicherheitsgrund warum unsere 4 Kinder vorwärts fahren.

ReboarderRettetLeben
Gast
ReboarderRettetLeben

Es gibt super Trenngitter von travall. Da geht absolut nicht durch. Gibt es gür beinahe jedes Automodell. Haben wir auch… und natürlich einen besser gebärdet. Ich hab auch nicht Geld wie Heu, aber man muss wissen was wichtiger ist.

LG

Bella
Gast
Bella

Hallo Rabenmutti,

viele vergessen noch die Möglichkeit eines vorwärtsgerichtetn Sitzes mit Fangkörper. Hier wird eine Nackenüberstreckung auch verhindert.

Liebe Grüße
Bella – die MädchenMama

#‎BloKoDe14‬

Tobias
Gast
Tobias

Wir Reisen auch mit einem Maxicosi und zwar im Doppelpack durch die Weltgeschichte – ADAC Tests – da bin ich vorsichtig was oder wer da als Gewinner gekührt wird. Meiner Schwester habe ich einen Maxi-Cosi 2wayPearl geschenkt und sie ist sehr zufrieden mit dem Teil 😉

Jo
Gast
Jo

Hi! Super Artikel! Alle Argumente kompakt zusammengefasst und klasse erklärt!

Einzig am Anfang gefällt mir die Angabe der Pseudo-Reboarder nicht, dass die immer nur bis 13 kg gehen. Ich hab gleich an den MaxiCosi 2wayPearl gedacht, der ja bis 18 kg vorwärts geht. Das hast du zwar sicher nicht gemeint, aber es sollte vielleicht erwähnt werden, dass es auch Reboarder gibt, die man auch vorwärts fahren kann.

fantasylife
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fantasylife

Hallo Yasmin,

wir hatte auch bei beiden Kindern einen vorwärtsgerichteten Kindersitz nach der Babyschale. Wenn ich deinen Artikel so lese, frage ich mich allerdings auch, warum eigentlich? Bei uns lag’s eigentlich nicht am Kaufpreis, sondern eher daran, dass man in vielen Läden hauptsächlich nur die vorwärtsgerichteten bekommt.
Die Daten zur Nackenüberstreckung sind allerdings schon erschreckend und hätte ich die damals schon gekannt, hätten wir uns mit Sicherheit anders entschieden!
Toller Artikel!

Liebe Grüße

fantasylife

ReboarderRettetLeben
Gast
ReboarderRettetLeben

Jap, schlecht ausgebildete Verkäufer. Wir wollten auch unbedingt einen Reboarder. Wir sind hin und zurück rund 140 km gefahren um uns bei den Zwergperten beraten zu lassen und haben dort 550€ gelassen. Uns wurden auch Reboarder vorgestellt die nur die Hälfte gekostet haben. Es war unsere Entscheidung. Freunde brauchen nun auch einen folgesitz. Wir haben die Zwergperten und Reboarder empfohlen. Reboarder seien laut Freunde angeblich bei Heckunfall unsicher und Zwergperten zu weit weg… der Mann fährt aber für ein paar unterhemde Rund 80 km. Für UNTERHEMDE. 140 km für die Sicherheit des Kindes sind zuviel. Traurig. Es gibt immer die… Read more »

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[…] dass ihr Rücken nicht mit schlechten Tragehilfen leidet. Sie wurde mit einem Jahr ein einen Reboarder umgesiedelt, der sehr viel besseren Schutz bietet, als ein normaler Kindersitz (nach vorn […]

trackback

[…] wo denn auch sonst. Risiko? Gibt es nicht). Geht weiter beim Stillen, Autofahren (was sind denn Reboarder? Früher haben wir die Kinder in Schuhkartons befördert, das ging auch!) oder Schlafverhalten […]

Stefan
Gast

Hi Jasmin! Erstmal Glückwunsch zu deinem gelungenen Artikel :-). Find´s toll, dass du damit auch ein bisschen Licht ins Dunkel bringen möchtest. Vor allem der Abschnitt über die ADAC Tests ist hierbei sinnvoll. Wer ein bisschen nachdenkt, sollte von selbst darauf kommen, dass Reboarder sicherer sind als vorwärts gerichtete Kindersitze. Und da die Frontalaufprälle den größten Anteil ausmachen, würde ich sogar soweit gehen, dass jeder fahrlässig handelt, der sein Kind zu früh in Fahrtrichtung transportiert. Natürlich muss das jeder selbst entscheiden, ob Reboarder oder nicht. Meistens ist der Hinderungsgrund ja der etwas höhere Preis bei der Anschaffung. Wenn es aber… Read more »

Corinna
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Wenn ich daran denke, wie viele auch sehr kleine Kinder hier in Süditalien noch völlig ungesichert in Autos mitfahren, wird mir ganz übel. Mich hast Du jedenfalls mit Deinem Artikel überzeugt. Wenn es bei uns soweit ist, werden wir auf jeden Fall einen Reboarder anschaffen.

Mo
Gast
Mo

Liebe Yasmin, toll, deine Site, großes Kompliment! Bin durch Zufall darauf gestoßen. LIEBE LESENDE: Alle, die selbst ein Auto haben, bitte bitte unbedingt Reboarder kaufen!! Euer Kind ist es wert!!!!Ich sage es jetzt mal völlig unverblümt: Mein erstes Kind wäre noch am Leben, wenn es nicht in einem vorwärtsgerichteten Kindersitz gesessen hätte.. Leider kann ich dir Uhr nicht zurückdrehen. Aber ich werde nicht müde werden, für Reboarder zu argumentieren! Bei den Argumenten wie Geld oder Übelkeit des Kindes kommen mir nur die Tränen.. Was würde ich bezahlen…. Ich habe jetzt aber leider eine ganz spezielle Frage an dich, Yasmin, da… Read more »

Frollein M
Gast
Frollein M

Hallo Mo, schau dir doch mal den Joie i-anchor an, der ist recht günstig, und die Basis kann mit Gurt oder Isofix festgemacht werden. Und er hat die neue i-size Norm. Man könnte dann für die Großeltern einfach noch eine Basis kaufen. Den Hauck Varioguard hatten wir auch mal angeschaut. Wir sind auch gerade auf der Suche nach einem Reboarder, haben aber ein Auto ohne Isofix, was das ganze etwas schwieriger macht. Da wir aber vielleicht in den nächsten Jahren evtl. ein Auto mit Isofix kaufen, möchten wir einen Sitz der beides kann. Blöd ist echt, dass solche Sitze kaum… Read more »

Anja
Gast
Anja

Hey, ich habe auch schonmal was zu Reboardern geschrieben. Wir haben den Cybex Sirona für unseren einjährigen im größeren Auto. Unser 3,5 Jahre alter Sohn hat den Cybex Pallas 2-fix, ein Fangkörpersitz. Diesen Sitz haben wir auch für beide Kinder im Kleinen Auto. Fangkörpersitze sind nach Reboardern die sichersten Sitze. Reboarder natürlich die besten. Aber im kleinen Auto passen wir zu viert nicht rein mit einem Reboarder. Deshalb hat haben wir ihn nur im großen Auto, das ist auch das Auto, das weite Strecken zurücklegt. Mit dem kleinen fahre ich meist nur in der Stadt. Schau dir mal Videos zu… Read more »

Themama
Gast

Hallo Yasmin Yeah, ich freu mich, dass du einen so guten Bericht über die Reboarder geschrieben hast! Ich oute mich auch als Reboarder Fan. Vor zwei Jahren habe ich mich auch intensiv mit dem Thema auseinander gesetzt und habe auch viel darüber geschrieben: http://themama.ch/reboard-kindersitze/ Vorallem, weil es zu er Zeit kaum Händler in der Schweiz gab. Das hat sich zum Glück geändert. Wir hatten erst einen Axkid Kidzofix, der unserer Nanna aber gar nicht passte und haben dann noch auf einen Cybex Sirona gewechselt. Mit dem sind wir sehr zufrieden. Nanna wird im Juli 3 und sie fährt sehr gern… Read more »

Daniela
Gast

Hallo Yasmin, sehr schön erklärt… Wir hatten bis vor kurzem noch den Cybex Sirona. Als meine Tochter ca. 15 Monate alt war, fing sie an ständig ihre Beine unter lautem Gebrüll (bis zum Erbrechen) gegen den Rücksitz zu stemmen. Da man den Cybex umdrehen kann, wollten wir ihn umdrehen und die kleine mit dem zugehörigen Sicherheitskissen „anschnallen“. Da der Oberkörper meiner Tochter aber noch zu kurz war, war das super unbequem und sie hat wieder bis zum Erbrechen gebrüllt. Da man den Cybex auch leider nicht mit einem normalen Gurtsystem nutzen kann, mussten wir leider zum normalen vorwärts gerichteten Kindersitz… Read more »

Anna Fricke
Gast

Hey, also ich finde deinen Artikel wirklich gut. Aufklärung ist für mich als Fahrlehrerin und als Mensch einfach das A und O. Was diesen lustigen *hust* anti-Eltern Spammer angeht: kann ja jeder machen, wie er will, ja man hat es früher anders gemacht und ja wenn kein Unfall passiert ist, ist es gut gegangen. Für alles weitere… Letzten Sommer – Herbst gab es da einen richtig ekeligen Unfall auf der… A2 bei Bielefeld irgendwo, da war übrigens ein Kind zwar nicht im Schuhkarton, aber dennoch nicht angeschnallt. Derjenige/diejenige kann ja mal googlen was mit dem Kleinen passiert ist. Ich musste… Read more »

Jörg Weinand
Gast
Jörg Weinand

„Übrigens: In Schweden ist der prozentuale Anteil der verletzten Kinder deutlich geringer als in Deutschland (siehe Säulendiagramm). Dies resultiert daraus, dass in Schweden vermehrt Reboarder genutzt werden und vorwärts gerichtete Sitze eher die Ausnahme sind ;)“
Sorry aber das bleibt, bei aller Zustimmung meinerseits zu deinen Ausführungen, ohne Quellenangabe eine leere Behauptung, die ich schwer nachvollziehen kann.