Aktionsbeitrag zum Werk „Friesenbarbier“: Der Beruf des Barbier

Hallo ihr Lieben,

eben erst ist der neue Ostfrieslandkrimi von Sina Jorritsma erschienen. Mir hat er wirklich sehr gefallen und da ich mich bei manch einem Werk gerne auch noch ein wenig intensiver mit ihm beschäftige, möchte ich heute ein wenig über den Beruf des „Barbier“ erzählen.

Der Name stammt aus dem lateinischen bedeutet barba-Bart, spätlateinisch sagte man barbarius, welches soviel wie Bartscherer heißt. Was ich wahnsinnig spannend finde, ist die Tatsache, dass ab der beginnenden Neuzeit wurden im Bereich der Körperlpflege, Wundheilung und Krankenpflege tätige Personen wie Bartscherer, Badeknechte aber auch Krankenpfleger als Barbiere oder Balbierer bezeichnet. Wie auch der Bader pflegte der Barbier vorwiegend die Behaarung von Männern.

Quelle: Pixabay

Ich finde es total interessant, denn mir war nicht klar, wie vielseitige Aufgaben der Bader bzw. Barbier ganz besonders in der Vergangenheit so hatte.

In einer 1284 oder 1285 verfassten Bestimmung, die das Handwerk der zunftmäßig organisierten Barbiere in Venedig regelte, wurde festgestellt, dass zum Aufgabengebiet auch Aderlass und die Zahnextraktion, aber auch die sonstige Zahnbehandlung gehörte.
Andererseits sind das ja schon sehr verschiedene und auch medizinische Tätigkeiten, war Euch das bewusst? Ich muss sagen, dass es für mich einige Aspekte zum Barbier gibt, die ich so nicht wusste. Der Beruf des Barbier entwickelte sich vermutlich aus den Baderknechten und auf einige bestimmte Aufgaben der Bader spezialisiert. Eine frühe Erwähnung der Barbiere findet sich 1397 in einem Amtsbrief in Köln.

 

Mit Entwicklung und Professionalisierung der Ärzte im frühen 19. Jahrhundert suchten sich die Barbiere weiter zu spezialisieren. Mit der Erfindung des Rasierhobels gegen Ende des 19. Jahrhunderts gingen viele Männer dazu über, sich selbst zu rasieren.

Zum Inhalt des Werks „Friesenbarbier:
„Ein bizarrer Mordfall trübt die Idylle der ostfriesischen Insel Borkum. Der Star-Frisör Erik Mönke wird in einem seiner Frisierstühle tot aufgefunden – stranguliert mit einer Klaviersaite. Ist das ungewöhnliche Mordinstrument ein Hinweis auf den Täter? Oder handelt es sich um eine bewusst falsch gelegte Fährte? Die Inselkommissare Mona Sander und Enno Moll nehmen die Ermittlungen auf. Borkums Star-Frisör galt als Casanova. Die Liste der Verdächtigen ist entsprechend lang, denn bei den Männern seiner Affären hat er sich keine Freunde gemacht. Doch die Ermittler kommen noch auf eine ganz andere Spur, offensichtlich war Mönke in dunkle Geschäfte verstrickt. Und als wäre der Fall nicht schon verwickelt genug, wird plötzlich ein roter Badekarren zum Ort einer grausigen Entdeckung…“

Ihr möchtet mehr über die Reihe rund um Mona Sander und Enno Moll erfahren? Dann schaut mal hier:

Friesenbarbier

Friesenwrack

Von |2018-07-10T21:15:57+00:00Juli 10, 2018|Kategorien: Bücher und mehr, Gastblogger|Tags: , , , , , , |0 Kommentare

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