Wenn die Geburt zum Höllentrip wird

„Und als sie dann in meinem Arm lag, da war alles vergessen“. Wie oft lese ich den Satz in intimen Geburtsberichten anderer Mütter und ich bin neidisch. Wirklich eifersüchtig. Denn bei mir ist das nicht so. In erinnere mich an jede Minute mit Grauen. An den Schmerz, die Verzweiflung, die Tränen. Alles. Und diese Erinnerungen bestärken mich auch ganz klar in meiner Einstellung kein weiteres Kind mehr zu bekommen. Zu groß ist die Angst jemals wieder diese Schmerzen erfahren zu müssen. Ich habe wirkliche Panik davor. Seit der Geburt hat mich eine unendliche Müdigkeit eingefangen. Eine Müdigkeit die mir auch zweieinhalb Jahre später nicht aus den Gliedern gewichen ist und mir das Leben manchmal wirklich sehr schwer macht. Ich könnte gar kein Kind mehr bekommen, selbst, wenn ich wollte. Mein Körper ist schon jetzt auf Standby… Und dann lese ich wieder über die Glücksmomente anderer Mütter und frage mich:

Bin ich eine schlechte Mutter? Bin ich eine Mimose? Muss ich nicht pures Glück empfinden, statt unendlicher Müdigkeit, wenn ich mein Kind das erste Mal im Arm halte? Was läuft falsch mit mir?

Die Vorwürfe sind zermürbend. Ich hoffe auf diesem Wege andere Mütter zu finden, die ähnlich empfinden oder empfunden haben. Die andere Seite der Medaille. Ich kann doch nicht die einzige Mutter sein, die das so empfunden hat, oder doch? Wenn ihr mich da draußen hört, schreibt mir, auch gern anonym per Mail. Ich würde mich freuen, wenn ich nicht alleine bin!

Geburtstrauma

Mit der Einleitung auf den Highway to hell

Was war passiert? Meine Schwangerschaft war relativ easy. Die Beschwerden wie Übelkeit und Sodbrennen habe ich gut weggesteckt. Kurzatmigkeit beim Treppen steigen war lästig, aber nicht schlimm. Während der Schwangerschaft hatte ich ein wirklich, wirklich anregendes Sexleben – schwangerer konnte ich ja eh nicht werden 😉 Mein Mann hat das sehr genossen. Und ich erst. Bis zuletzt war ich da sehr aktiv, es hieß ja auch das wäre gut für die Geburt 😉 Ihr seht: Es ging mir wirklich gut. So gut, dass ich sogar bei 38 Grad anfing meine Fenster zu schrubben – typischer Nestbautrieb. Da war ich bereits überfällig, aber ich war gechillt. Ich fuhr an den See, hab den Bauch in der Sonne gebräunt, war schwimmen. Der Muttermund hat ohnehin auf stur geschalten. Ich war echt entspannt. Dann aber war ich bereits 10 Tage überfällig. Dem Baby ging es gut. Dennoch hieß es, dass wir nun mit dem Einleiten anfangen müssten. Also die Krankenhaustasche geschnappt und auf nach Erkelenz.

Ich wusste, dass Wehen die durch die Einleitung hervorgerufen werden schlimmer sein sollen, als normale Wehen. Daher hatte ich ein bisschen Angst. Allerdings wollte ich es auf normalem Wege probieren. Ein Kaiserschnitt kam nicht in Frage. Und damit ging der Höllentrip dann los..

Mein Einleitungs-Tagebuch

Tag 1: Ich bekam so eine Art „Zäpfchen“ eingeführt. Ein Band mit einem Wirkstoff, der die Wehen auslösen soll. Tatsäxchlich stellten sich nach kurzer Zeit Schmerzen ein, die immer schlimmer wurden. Wehen hatte ich auf dem CTG aber angeblich keine. Auch der Muttermund schien unbeeindruckt zu sein. Nach ein paar Stunden waren die Schmerzen so stark, dass ich gewimmert habe und darum bat dieses Ding zu entfernen. Es tat sich absolut nix und ich litt. Für mich einfach nur logisch das dumme Ding wieder zu entfernen. Das Band wurde gezogen, die Schmerzen blieben. Immer im Abstand von wenigen Minuten überkam mich ein neuer Schmerzschub. Stark genug, um mich nachts am Einschlafen zu hindern. Mein Mann blieb bis knapp 3 Uhr bei mir, tröstete mich, hielt mich im Arm. Ich musste regelmäßig zum CTG, aber es tat sich einfach nichts. Um 3 Uhr dann bekam ich endlich Schmerzmittel von einer Schwester. Damit konnte ich tatsächlich 2,5 Stunden schlafen. So lange, bis das Mittel nicht mehr gewirkt hatte. Also war ich ab halb 6 wach. Mein Mann war zu Hause, denn schlafen durfte er nicht im Krankenhaus. Meine Zimmergenossin hat noch geschlafen. Da ich sie nicht wecken wollte, gab es dann auch kein TV für mich. Irgendwie versuchte ich die Zeit bis 9 Uhr zu überstehen, bis mein Mann wieder da war. Ich versuchte die Schmerzen weg zu atmen, was aber irgendwie schwer fiel. Gott sei Dank gab es Facebook schon, was mich ein wenig ablenken konnte – zwischen den Schüben.

Tag 2: Das Frühstück wollte ich nicht anrühren, mein Mann zwang mich dazu. Ich müsse bei Kräften bleiben. Und das mit nicht mal 3 Stunden Schlaf. An diesem Tag versuchten wir es dann mit Pillen. Die Abstände der Schmerzschübe wurden geringer. Mehr passierte nicht. Der Muttermund war wehrhaft. Das CTG bleib stumm… Ich versuchte zu schlafen, aber es ging nicht. Kaum war ich weggenickt kam ein neuer Schub und ich war wieder wach… Mein Mann hielt mich im Arm. Tröstete mich, das half. Nachmittags meinte eine Ärztin, sie könne versuchen den Muttermund mit der Hand zu weiten und damit versuchen die Geburt einzuleiten. Also haben wir es versucht. Erfolglos.

„Angenehm war es nicht, im Gegenteil… Es tat verdammte Scheiße nochmal weh.“

Nicht, dass ich eh schon genug Schmerzen hatte. In dieser Nacht flehte ich meinen Mann erneut zu bleiben. Bis knapp 4 Uhr blieb er, dann wurde er von der Schwester heimgeschickt. Wieder bekam ich kurzfristig ein Schmerzmittel. In einem Beutelchen, welches mich total benommen gemacht hat. Herrlich. Auch dieses hielt aber nur kurzfristig an. 3 Stunden Schlaf waren mir vergönnt. Dann fing der Spießrutenlaug von vorne an… Die Schmerzen waren einfach so stark, dass ich nicht länger ruhen konnte. Ich war übermüdet, entkräftet und gereizt.

Tag 3: Mittlerweile war ich angenervt, übermüdet und mutlos. Ich bat verzweifelt darum, einen Kaiserschnitt zu machen. Aber nein. Natürliche Geburten sind ja so viel besser, wir wollten es weiter versuchen. Diesmal direkt mit dem Tropf. Also erstmal eine PDA und dann ran an den Tropf. Herrlich! Die PDA tat so gut, dass ich direkt 2 Stunden weggeschlafen bin.

„Als ich aufgewacht bin der Schock: Mein gesamter Arm war dick geschwollen. Die haben mir den Tropf falsch gelegt und es lief in den Arm… er war einfach nur taub und unbrauchbar.“

Die Schwester entschuldige sich, und hat alles gerichtet. Mit dem Tropf ging der Muttermund immerhin auf 8 Zentimeter auf. Viel zu wenig aber für eine Geburt. Es tat sich nichts weiter.

„Nun kamen die Ärzte auf die glorreiche Idee die PDA ‚wegzunehmen‘ und mit den ‚Wehen zu arbeiten‘

Wenn ich den Satz jemals wieder höre, werde ich jemand in der Luft zerreissen. Isso. Ich willigte ein und war erstaunt, wie heftig die Schmerzen über mich kamen. Ich wurde gedrängt verschiedene Übungen im Vierfüßlerstand zu machen, um den Muttermund zu weiten. Und das mit einem tauben, geschwollenen Arm und scheiß Schmerzen (der andere Arm war übrigens durch ebenfalls unrbauchbar, weil da ein weiterer Zugang lag und ich die Hand eigtl. nicht knicken konnte). Ich habe mitgemacht und angefangen zu weinen. Wirklich zu heulen, denn es tat so weh. Ich habe gefleht, dass sie aufhören sollen. An diesem Tag habe ich meinen Mann das erste und einzige Mal weinen sehen. Er war so verzweifelt, dass er nichts tun konnte. Wusch mir den Schweiß von der Stirn, hielt meine Hand aber die Schmerzen konnte er nicht nehmen. Und die Verzweiflung ließ ihn weinen. Ich werde das Gesicht niemals vergessen.

Irgendwann war es zu viel. Nicht mehr nur für mich, auch für das Baby. Die Werte wurden schlechter. Gott sei Dank kam dann endlich der erlösende Kaiserschnitt. Es ging alles ganz schnell: PDA wieder an. Auf das Krankenhausbett und ab in den Op. Mein Mann war natürlich mit dabei. Binnen 7 Minuten war die klein Claire dann endlich da. In mir machte sich Erleichterung breit. Ich wurde in einen Kreissaal geschoben, bekam Claire in den Arm und gemeinsam schiefen wir einfach nur erschöpft ein. Nach knapp 2 Stunden bin ich aufgewacht und habe so langsam erst verstanden, dass es vorbei war. Dass ich jetzt Mutter war, konnte ich nicht verstehen. Lange nicht. Claire schlief die Nacht in meinem Arm und wurde immer von ihrem Papa oder den Schwestern gewickelt. Eigentlich alles prima.

babyfüße

Tag 4: Wenn ihr jetzt meint, das war´s, dann liegt ihr falsch. Mit dem Kaiserschnitt war es lange nicht vorbei. Wer das freiwillig macht. Wow. Niemals mehr würde ich das machen. Das Aufstehen war furchtbar. Das Pinkeln war schlimm. Und die Rückenschmerzen die sich durch das ständige gebückt gehen ergaben… Ich hatte wochenlang damit zu kämpfen… Die Narbe ist nie verheilt. Bauchmuskeln hatte ich keine mehr. Ich war nicht mehr ich, als ich in den Spiegel blickte. Schön war´s nicht. Und ich erinnere mich leider an alles. Seit dem Tag habe ich mich niemals mehr ausgeschlafen gefühlt, egal wie lange ich geschlafen habe (Was anfangs nicht viel war). Hinzu kamen dann die Stillbeschwerden. Entzündete, blutende Brüste. Koliken. Zu viel.

Geburtstrauma? Vielleicht. Vorwürfe? Oh Ja.

Ich denke, dass die Geburt und alles was danach kam auch mit Auslöser der Wochenbettdepressionen waren, die mich dann überkamen. In einem späteren Gespräch mit der Krabbelgruppen-Leiterin war von einem Geburtstrauma die Rede. Ob es so ist, keine Ahnung. Jeder sagte mir immer nur, wie toll sich Claire entwickelt. Was für eine wundervolle Beziehung wir miteinander haben würden. Wie verbunden wir seien. Für mich fühlte es sich anders an. Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, dass ich jetzt Mutter bin. Habe alles aus Reflexen und Intuition gemacht. Nicht etwa aus Schmetterlingshaften Muttergefühlen. Da habe ich schon bemerkt, dass was nicht stimmt. Und je mehr ich von glücklichen Müttern gelesen habe, desto schlimmer wurde es… Auch heute noch habe ich Bilder der Geburt im Kopf. Wenn ich kleine, süße Neugeborene sehe, macht sich kurz ein Ziehen in meiner Magengegend breit. Dann habe ich ein paar Sekunden den Wunsch nach so einem Bauchzwerg. Doch blitzschnell schießen mir alle Bilder und negative Gefühle in den Kopf und ich weiß: Ich bin nicht bereit für noch ein Kind. Und ich werde es wohl nie mehr sein.

EDIT:

Tausend Dank für eure Lieben Stimmen und Zusprüche in den Kommentare, auf Facebook auf Twitter und via Direktnachricht! Mädels: Wir sind NICHT allein. Es geht vielen ähnlich wie uns <3

„Danke,dass Du es aufgeschrieben hast!! Vielleicht hilft es Dir! Ich hatte übrigens nach beiden Geburten (eine traumatisch und eine wunderschön) keine Glücksgefühle. Gar keine. Es gibt sicher mehr Frauen als man denkt, wo das so war“ (Anonym)

„Hallo, dein Blogeintrag zu deiner Geburt war sehr mutig! Das wollte ich einfach nur loswerden.“ (Anonym)

Hallo. Sehr schön geschrieben. Du bist nicht alleine mit deinen Empfindungen. Was ich bei mir merke das mein Kind mein Sensor ist wie es mir geht. Geht’s mir nicht so gut, dann dreht er hohl und hat Wutanfälle. Vll ist es ja bei euch genauso.“ (Anonym)

Ich musste grad weinen… Fast genauso wie bei mir… Mir fehlen die Worte… Sehr schön geschrieben! Nur eins: du bist nicht allein!„(Anonym)

Ich drück dich mal aus der Ferne! Ich habe eine sehr ähnliche Geschichte, die mich bis heute nicht loslässt und meine Tochter ist schon 6. Geburtstrauma – das umschreibt das erlebte ziemlich gut und wird man wohl nie verarbeiten. Leider wird es bei uns auch kein 2. Kind geben“ (Anonym)

Anmerkung: Ich weiß, dass es ein sehr emotionales Thema ist, was die Gemüter hochkochen lässt. Dennoch wäre ich froh, wenn ihr euch um einen fairen Ton bemüht. Claire ist trotz allem ein fröhliches, kluges und herzlichen Kind. Mittlerweile habe ich mich in die Mutterrolle eingefunden, versuche aber dennoch eine Working-Life-Balance zu schaffen. Das Thema hat mich lange beschäftigt und belastet. Dass Claire so ein wundervolles Kind geworden ist, zeigt mir, dass ich nicht alles falsch gemacht habe. Dennoch wäre es toll nicht beleidigt zu werden. Danke!

Von | 2016-10-20T11:58:06+00:00 Dezember 11, 2015|Kategorien: Dies & Das, Mutterleiden|Tags: , , , |70 Kommentare

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70 Kommentare auf "Wenn die Geburt zum Höllentrip wird"

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Pädagogin Vanja
Mitglied
Auch wenn ich diese Erfahrung nicht gemacht habe , und hoffentlich niemals machen muss so ehrlich bin ich , fühle ich immernoch mit dir. Aber das weißt du ja 😉 Schon damals haben sich mir die Haare gestellt als du erzählt hattest was sie dir angetan haben. Und anstatt sich richtig um dich zu kümmern solltest du um jeden Preis gebären. Das dies ein Trauma bei einer Mutter auslöst die gerade versucht wider ihrer körperlichen Natur ( danke du scheiß Muttermund! -.-) zu gebären ist keine Frage. Geburstrauma, nun ja ich war noch nie eine Pädagogin die wirklich so etwas… Read more »
Anonyme
Gast
Anonyme
Bei mir war es ganz ähnlich… über ET, 3 tage Einleitung, herztöne immer wieder abgefallen, dann Kaiserschnitt. Und obendrauf noch ne heftige nesselsucht von Fußsohle bis Kopfhaut, die 3 Wochen blieb. Ich weiß bis heute nicht worauf ich reagiert habe. Immerhin blieb mir die Depression erspart. Dann kam noch nen bandscheibenvorfall und schilddrüse dazu. Alle Ärzte drängten mich abzustillen, obwohl es gerade erst anfing gut zu laufen mit dem stillen und die brustwarzen endlich richtig verheilt waren.. Ich denke auch mit Schrecken an die Geburt und das erste Jahr zurück und werde vermutlich auch kein weiteres Kind mehr bekommen. Obwohl… Read more »
Andrea
Gast
Andrea
Yasmin, das tut mir so unendlich leid. In meinem Freundeskreis gab es 2 ähnlich krasse 3-Tages-Geburten. Eine endete mit Kaiserschnitt bei der anderen klappte es dann doch. Auch wenn eine natürliche Geburt selbstverständlich besser ist, verstehe ich nicht, warum Mütter, das Kind und letztendlich auch der Vater 3 Tage gequält werden müssen, bevor man dann doch zum Skalpell gleift und alles in 10 min vorbei ist!? An dich habe ich auch eine Frage: Du schreibst, du würdest nie wieder einen Kaiserschnitt machen – hättest du dich rückblickend lieber noch einen weiteren Tag gequält in der Hoffnung, dass es dann doch… Read more »
Kathrin Rabenmutter
Gast
Du hast meine Hochachtung. Wirklich, ich verbeuge mich. Ich bin seit 2 Jahren Mutter und geistig, körperlich, seelisch so oft an meine Grenzen gestoßen wie in den 26 Jahren davor nicht zusammen genommen. Ich kann mir kaum ausmalen, wie belastend, anstrengend und traurig diese harte harte erste Zeit mit Kind sein muss, wenn man so etwas durchgemacht hat. Dass du es schaffst, jeden Tag einmal wieder, ist, worauf du stolz sein kannst. Auch wenn du vermutlich niemals wieder wirst vergessen können, was man dir angetan hat. Es ist etwas Gutes entstanden, deine Tochter und deine Fähigkeit, aus dieser Scheiße Gold… Read more »
Britt
Gast

Hey 😀 Ich les das heute erst. So wie Dir geht und ging es Vielen. Mir war während der Einleitung völlig egal, was mit dem Baby in mir ist. Nie wieder! Wie man freiwillig einen Kaiserschnitt machen kann, werde ich auch nie verstehen. Es braucht keine Horrorfilme. Einmal eine solche Geburt erlebt reicht auf Lebenszeit.
Ich hätte gern noch ein Baby gehabt, aber NIEMALS wieder eins selber bekommen.

Also, alles ok mit Dir.

Liebe Grüße

Britt

Fanny
Gast
Fanny
Leider habe auch ich so eine Erfahrung gemacht! Geburtstrauma, ja das passt! Ich hatte auch eine tolle Schwangerschaft, aber die Geburt und die Angst um mein Kind waren das schlimmste! Nachdem ich bereits einen Tag im Krankenhaus verbracht hatte, setzten die Wehen bei mir mitten in der Nacht ein! Also ab in den Kreißsaal! Dort Wehen weggeatmet und so weiter, bis die Fruchtblase geplatzt ist! Ab da wurde es horror! Erst war noch alles im Grünen Bereich, dann wurde das Fruchtwasser grün, die Herztöne des Kindes ließen nach und blieben dann ganz weg! Das Fruchtwasser war schwarz und die Hebamme… Read more »
Yolanda
Gast

Oh Gott, das ist hart, was Du durchgemacht hast. hatte auch einen Notkaiserschnitt. Bie mir war das Fruchtwasser schon grün, wie man nach der Geburt festgestellt hat. Bin im Nachhinein auch nur froh, dass mein Sohn gesund ist.

Fanny
Gast
Fanny

Danke Yolanda! Schön war das nicht! Und es hindert mich bis heute daran, ein zweites Kind zu wollen!

Doreen
Gast
Doreen

Das ist ja Wahnsinn. Ich denke da haben Ärzte und Schwestern einige falsche Entscheidungen getroffen. Mir hat man mit einem Kaiserschnitt, den ich eigentlich nicht wollte, genau das erspart! Zumindest hat mir das so erklärt. Ich war auch 13 Tage überfällig, und hatte keine einzige Wehe. Vielleicht war mein Glück, dass ich einen Blasensprung hatte, und das Baby schnell geholt werden mußte.

Yolanda
Gast

So lange warten Ärzte ja meistens gar nicht mehr, 13 Tage.

Julia
Gast
Hallo Yasmin, Mich macht es traurig das so viele schlechte Erfahrungen während der Geburt haben. Ich kann deine Gefühle auch nach der Geburt nachvollziehen. Man erwartet so einen Trompetenschlag an Gefühlen aber am Ende ist es alles ganz leise… Das war bei mir schon während der Schwangerschaft so, denn die habe ich nicht als schön empfunden. Zwar war es eine leichte Schwangerschaft, die nur kurz vorm Ende etwas schwerer wurde, aber ich hab das Gefühl gehasst meinen Körper teilen zu müssen und zuzunehmen ohne Ende. Da helfen auch Sprüche der Schwiegereltern „schwanger darf man so aussehen“ oder der Frauenarzt „Ihre… Read more »
Marie's Testexemplar
Gast
Mutig dass du das zusamen gefasst hat. Es hat dir sicherlich viel Nerven gekostet. Es tut mir unendlich Leid das dir das wiederfahren ist. Ich kann mir vorstellen das viel vielleicht auch an deinem Krankenhaus lag und man vielleicht nicht so auf dich eingegangen ist wie man hätte sollen. Ich selbst hatte bei der ersten Geburt nicht so den „Reiser“ aber sicherlich nicht so einen Horror wie du, beim zweiten war es dann ein Klacks. Nach meinem ersten hatte ich im übrigen auch keine Muttergefühle von Beginn an sondern habe mich eher nur reingefunden, hatte auch ne Woche danach Depressionen… Read more »
Tina
Gast
Tina

Hallo Hallo

Ich bin noch lange nicht bereit Mutter zu werden und auch noch zu jung würde ich behaupten (25)
Ich habe schon immer Angst wenn ich nur an die Geburt denke und auf der einen Seite bin ich froh, dass du deine Sicht beachteten hast und man mal nicht das glückliche tolle und dann war alles vergessen bla bla liest.
Natürlich habe ich noch mehr Angst wenn ich sowas lese. Teilweise musste ich wirklich schlucken weil deine Beschreibungen so ergreifend und Emotional sind.
Ich hoffe sehr für dich das du irgendwann alles „überwindest“ und dich erholt und ausgeschlafen fühlst.

Lieben Gruß
Tina

Claudi
Gast
Hallo 🙂 Ich finde es toll, dass du den Mut hast sowas aufzuschreiben. Und du bist nicht alleine. Ich hatte eine grausame Schwangerschaft. Musste im 5. Monat an der Gebährmutter operiert werden, weil sich ein Stiel- myom gedreht hatte und anfing abzusterben. Das waren Scheiss-Schmerzen und es war keine Blasenentzündung wie zuerst vermutet wurde. Also ab auf den OP-Tisch…. ob das Kind überlebt? Ob es Schaden nimmt? Ich war ein Präzedenzfall und normal werden Schwangere nicht am Bauch operiert…. danach ein ewig langer Heilungsprozess, weil der Bauch ja weiter wächst… die Narbe wurde stetig breiter und die Schmerzen…. naja man… Read more »
Katrin
Gast
Katrin

Hallo Yasmin,

vielen Dank für deinen Bericht und danke, dass du über dieses Thema sprichst! Und glaube mir, du bist nicht allein. Es geht vielen Frauen so, es redet nur keiner darüber.

Vor einem Jahr kam mein Sohn zur Welt und ich finde mich in vielen Situationen aus deinem Bericht wieder. Diese Schmerzen, dieses ausgeliefert sein…es gruselt mich jetzt noch.
Ich war nur froh, dass mein Sohn endlich geboren war und die Schmerzen verflogen.
Ich habe ihm in die Augen gesehen und gestaunt, wirklich realisieren konnte ich es nicht, dass dieses kleine Würmchen mein Sohn war.

Nach

Tanjas Bunte Welt
Gast
Hallo Yasmin, ein interessantes und doch persönliches Thema das viele Mütter immer anders erleben und sehen. Selbst bin ich zwar nicht in den „Genuss“ eines Kaiserschnittes gekommen, bin aber der Meinung, ich gehe lieber 1000 mal zum Zahnarzt ohne Spritze als nochmal diese Schmerzen zu erleben. Ich war 7 Tage überfällig und es bei uns früher anders war, ist ja schon fast 16 Jahre her, wurde ich ins Krankenhaus zur Einleitung geschickt. Gemütlich am Abend noch eine Fleckerspeis gegessen um so gegen 5 mit der Einleitung zu beginnen. Dann um 22 Uhr platze meine Fruchtblase. Zuerst dauerte es bis ich… Read more »
Julia
Gast
Huhu, ich hab fast weinen müssen beim Lesen. Ich habe drei Kinder, zwei völlig normale Geburten und beim dritten wurde ich eingeleitet, weil die Plazenta verkalkt war. Ich hab nicht geraucht. Das denken immer gleich alle 😉 Ich wurde am Termin ins Krankenhaus gebracht und habe erst einen Wehencocktail bekommen, ekelhaft, außer betrunken war ich davon nix lach. dann habe ich ein gel bekommen am nächsten tag. das hat sogar was gebracht, aber dann wenige stunden später wieder nix. am nächsten tag habe ich zwei Portionen Gel bekommen. Und daraufhin platzte mir irgendwann die Fruchtblase. leider lag die kleine noch… Read more »
Katrin
Gast

Ahhh zu früh abgeschickt!

Nach wenigen Tagen bemerkte ich, dass irgendetwas richtig schief lief. Ich bekam eine fette Wochenbettdepression. Nach 3 monaten war es nicht mehr auszuhalten. Ich hatte Gedanken, die mein Leben stark gefährdeten und habe eine Therapie gemacht. Jetzt gehts mir richtig gut und ich kann in meine Mutterrolle wachsen.

Ich hoffe, dass dein Bericht die Frauen erreicht, die sich genauso schrecklich gefühlt haben wie du und ich. Damit sie sehen, dass sie nicht allein sind!

Liebe Grüsse

Anke
Gast

Hallo,
ein toller, sehr ergreifender Bericht
Ich habe bei meinen Kindern wirklich Glück gehabt. Beide spontan und ohne PDA entbunden – daher tut es mir wirklich in der Seele weh, wenn ich solch negative Geburtsberichte lese.
Ich bin fest davon überzeugt, dass es sowas wie ein Geburtstrauma gibt – für Mutter und/oder Kind! Das ist für mich nicht von der Hand zu weisen – andernfalls wären Wochenbettdepressionen auch nur erfunden.
Ich hoffe sehr, dass Du Mittel und Wege findest, Deine Energie wieder zu finden.
Herzliche Grüße
Anke

andrea
Gast
Also ich schreibe dir,weil ich zu gut weiss wie du dich fühlst,aber ich auch weiss WIE TOLL ES DOCH BEIM ZWEITEN WERDEN KANN. Ich habe beim ersten genau das gleiche durchgemacht wie du und es hört sich alles so ähnlich an. Auch genau 3 Tage scheint ja dasselbe Schema überall zu sein. Und Kaiserschnitt ja muss ich zugeben nicht das tollste auaaaa so ging es mir auch und die Schmerzen liessen mich schon beim Gedanken an ein 2tes Kind verstummen. Bis ich in der 21ten Woche erfuhr das ich ein 2tes Mädchen im Bauch habe. Das es in der 21… Read more »
Eva
Gast
Hallo Yasmin, ich habe ursprünglich auf deinen Artikel geklickt weil ich schon ewig das Gefühl habe, dass Geburten und Kinder an sich nicht so zauberhaft sein können wie die meisten Mütter es darstellen. Mit meinen 21 Jahren befindet sich meine Familienplanung (gottseidank) noch in weiter Ferne, allerdings hatte ich immer schon ein unterschwelliges Gefühl dass Kinder einfach nichts für mich sind. Und der Gedanke an jede Art von Geburt löst in mir Panik aus 😀 Ich finde es mutig von dir, dass du über dein Erlebnis berichtet hast und auch mal die nicht so schönen Seiten aufzeigst. Meiner Meinung nach… Read more »
IchMeinWas
Gast
Hallo, Sehr gut geschrieben, ich hatte zwar nicht so eine Horror Geburt. aber das Pech verfolgte mich nach den Kaiserschnitt. Kurzfassung: 8 Std. wehe + Presswehen, dann Kaiserschnitt – nach ca. 4 std war ich wieder auf den Beinen. Und ja es hat weg getan, aber es war auch gut herum zugehen, und mir mein Kind mal anzusehen. 1 Woche daheim, und wieder ins Spital, da ich durch denn Kaiserschnitt ein bauchdeckenapzess bekommen habe. So das ich wieder unter das Messer musste und ich dann Ein VAK bekommen habe. was ich dann fast 2 Monate gehabt habe. Ich wünsche dir… Read more »
Frida, 2KindChaos
Gast
Oh Scheiße, wie furchtbar 🙁 Ich kann dich gut verstehen, du hast alles recht, traumatisiert und erschöpft zu sein und es zeugt von deiner Stärke, alles so aufzuschreiben. Vielleicht wäre eine Traumatherapie sinnvoll aber das kannst nur du wissen. Ich finde es mega schlimm und ich könnte mitheulen wenn ich mir das auch nur vorstelle. Ich nenne das Trauma, auch Gewalt unter der Geburt. Und im Nachhinein hättest du ja auch eine Begleitung gebraucht, die alles mit dir aufarbeitet, das klingt ja fast nach Posttraumatischer Belastungsstörung… 🙁 (Ich hab ein wenig Erfahrung beruflich gesehen.) Ich hoffe sehr dass du das… Read more »
Anonym
Gast
Anonym

Danke für diesen mutigen Bericht – er hätte von mir sein können… Die Einleitung, der permanente Wehensturm, das manuelle Weiten des Muttermunds und schließlich nach zwei Tagen Schmerzen und ohne Schlaf doch der Kaiserschnitt… Und nach der OP völlig erschöpft mit weiterhin großen Schmerzen zwei Säuglinge, die einem alles abverlangen. Ohne meinen Mann wäre ich untergegangen. Nie wieder würde ich versuchen, die Natur mit einer Einleitung überlisten zu wollen. Wenn Körper und Kind nicht bereit sind, kann es nur so furchtbar enden.

Doro
Gast
Ich glaube kaum, dass du die Einzige bist. Ich glaube, es liegt oft daran, dass viel zu schnell eingeleitet wird. Der Körper ist einfach noch nicht bereit für die Geburt und dann werden künstlich Wehen erzeugt, die aber – wenn der Körper nicht bereit ist – unproduktiv bleiben. Und wenn dann die Geburt schließlich losgeht, ist die Mutter schon völlig entkräftet. Ich hatte bei beiden Kindern einfach keine Wehen. Bekam dann einen Kaiserschnitt. Schön war das nicht, aber es ließ sich aushalten. Als ich das erste Mal aus dem Bett gescheucht wurde, dachte ich, ich muss sterben. Jeder einzelne Schritt… Read more »
Yvette
Gast
Yvette

Danke fürs Aufschreiben deines Erlebnisses! Ich hatte auch ein furchtbares Geburterlebnis, was letztlich in einem Notkaiserschnitt endete. Dieses Hochgefühl, was viele beschreiben, habe ich jetzt erst nach 5,5 Monaten.

Lindebluete
Gast
Lindebluete

Auch wenn meine Geburt normal verlief, hätte ich auch nicht diese Glücksgefühle. Ich hatte auch eine Wochenbettdepression und bin auch noch heute in Behandlung. (Über 3 Jahre später) dennoch erwarte jch jetzt mein 2. Kind und ich habe so Angst vor dem Wochenbett …

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[…] selbst hilft es mich mit Betroffenen via Facebook auszutauschen. Ich habe ja schon bei meinem Beitrag zum Geburtentrauma erwähnt, dass sich meine Depressionen im Wochenbett abgezeichnet haben. Beispielsweise befinde ich […]

Niggelo
Gast
Hallo liebe Rabenmutter, Wir können zum Mond fliegen, wir können die tollsten medizinischen Experimente machen, aber bei einer Geburt läuft noch so vieles schief! Auch ich wäre bald bei der Geburt meines ersten Kindes gestorben, was mir die Entscheidung auf ein zweites sehr schwierig gemacht hat. Und ein drittes kam gar nicht mehr in Frage. Nach einem Notkaiserschnitt beim ersten, bekam ich eine Lungenembolie, Intensivstation, bekam plötzlich hohes Fieber (über 40°), niemand wusste, wo es her kam. Erst, als mein Mann mit Konsequenzen drohte, fand man raus, dass der Zugang, den ich am Hals hatte infiziert war. Als man den… Read more »
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[…] entzündeten sich, sie bluteten. Bei jedem Stillen habe ich geweint, es tat so weh. Und das nach einer ohnehin schrecklichen Geburt. Den Tag werde ich nie vergessen, denn er war der Schlimmste meines Lebens… Jedes Mal, wenn […]

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[…] Die Rabenmutti – Geburtstrauma meine Geschichte […]

Nadine
Gast
Nadine

Hallo liebe Rabenmutti,

Das was du erlebt hast ist ja der Hammer. Vorallem was bilden sich die Ärzte den ein.
Es tut mir im Herz weh was du durchleben musstest.
Mir steht es noch bevor bin jetzt in der 18 SSW und habe Diabetes. Sie sagten mir jetzt schon das ich evtl einen KS bekommen würde. 🙁
Man muss es auf sich zukommen lassen.
Lass Dich drücken und alles Gute.
Hoffe wir bleiben in Kontakt.

LG Nadine

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[…] zweite Beitrag wäre wohl meine grausame Geburtsgeschichte, die erklärt, warum ich um Himmels Willen keine Kinder mehr möchte. Zu dramatisch waren die Tage, […]

Daniela
Gast

Hallo Yasmin,
ich kann deine Angst vor einer weiteren Geburt gut nachvollziehen, denn auch bei mir wars eine Einleitung. Trotz Wehensturm hat das CTG nichts angezeigt.
Diese Schmerzen sozusagen von 0 auf 100 zu bekommen, ohne sich auch nur auf irgendwas einstellen zu können ist furchtbar, vorallem mit dem Wissen, dass sich nichts tut…
Hoffe, dass du das Ganze irgendwann „verarbeiten“ kannst…
Übrigens: Ich hatte Glücksgefühle nach der Geburt, aber das richtige Muttergefühl kam auch erst viel später…

LG
Daniela

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[…] gut im Griff ist). Hinzu kommt meine panische Angst vor einer Geburt, nach meinem persönlichen Höllentrip im Kreissaal. Sobald ich an die Babyzeit dachte, hatte ich eine Gänsehaut bekommen, da das erste Jahr besonders […]

Yolanda
Gast
Danke für den Bericht. Ich hatte auch eine Einleitung mit der Pille Cytotec am ET, weil ich SS-Diabetes hatte. Morgens, mittags und abends bekam ich diese Tabletten. nachts um 3 Uhr wurde ich dann wach von den Wehen. Da war der Muttermund schon 10cm offen. Dann hatte ich Wehen, es tat sich aber ansonsten nichts. Das Baby bewegte sich nicht vorwärts. Um 8 Uhr wurde dann ein kaiserschnitt gemacht nach nur 5 Stunden Wehen. Das hatte mich überrascht, dass ich nicht länger probieren durfte. Aber im Nachhinein ist es okay für mich. Besser so, als wenn ich 20 Stunden lang… Read more »
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[…] war Claire ein wirkliches Schreibaby mit allen Ecken und Kanten, andererseits habe ich ein Geburtstrauma mitzuschleppen, da Claires Geburt alles andere als selbst selbstbestimmt […]

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[…] war Claire ein wirkliches Schreibaby mit allen Ecken und Kanten, andererseits habe ich ein Geburtstrauma mitzuschleppen, da Claires Geburt alles andere als selbstbestimmt […]

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[…] Im Krankenhaus war er sogar der Erste, der Claires Windel gewechselt hat, weil ich nach der Horror-Geburt nicht […]

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[…] werden kann. Ich hab ja schon einiges gelesen und fühlte mich gewappned. . Ein schönes Pendant zu meinem Geburtstrauma – dachte ich mir. Schließlich gab es wohl ein Happy End. Weit gefehlt. Beim Lesen kamen mir […]

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