Ele Wolff war, bevor sie anfing als Autorin zu arbeiten, jahrelang als Krankenschwester tätig. Sie hat die Menschen durch ihr Leben begleitet, vor allem, wenn sie sie zuhause pflegte, erlebte sie oftmals die Höhen und Tiefen in den jeweiligen Familien mit. Auch als Vermieterin von Ferienwohnungen auf Borkum hat sie gearbeitet. Hier nahm sie völlig andere Stimmungen der Leute auf, denn sie freuten sich auf die Erholung, die freie Zeit und waren meistens gut gelaunt und fröhlich. Fast zwanzig Jahre ist nun her, dass Ele Wolff ihren ersten Roman begann, welcher auch eher aus einem Zufall heraus entstand. Seit 2015 veröffentlicht sie ihre Ostfriesenkrimis nun im Klarant Verlag, der auch ihr neustes Werk „Greetsieler Mühlenmord“ herausgebracht hat.

Klappentext:

„Ein grausamer Mord zerstört den Frieden des ostfriesischen Urlaubsortes Greetsiel. Direkt bei der historischen grünen Mühle wird ein Mann erdolcht aufgefunden. Es handelt sich um den Greetsieler Heiko Oltmanns, fürsorglicher Familienvater und Mitinhaber der Küsten-Räucherei Oltmanns. Sein zehnjähriger Sohn spricht auch Wochen später kein einziges Wort. Was niemand ahnt: Jasper hatte die schreckliche Tat mit eigenen Augen angesehen. Zwei Monate nach dem furchtbaren Ereignis ist die junge ostfriesische Schriftstellerin Janneke Hoogestraat vor Ort, sofort weckt der unaufgeklärte Mordfall ihre Neugier. Ist das Tatmotiv innerhalb der Familie Oltmanns zu finden? Die Firma steckt in den roten Zahlen, und Heiko verweigerte gegen den Willen seiner Brüder vehement den Verkauf des wertvollen alten Kutters der Familie. Und welche Rolle spielt sein zwielichtiger Schwager, der Heiko eine große Summe Geld schuldete? Mitten in Jannekes Ermittlungen überschlagen sich plötzlich die Ereignisse, und der kleine Jasper gerät in große Gefahr …“

Wichtige Informationen zum Buch:

Greetsieler Mühlenmord

Autorin: Ele Wolff
Erscheinungsdatum: 18.01.2019
ISBN: 978-3955739171
Verlag: Klarant

Cover:
Das Cover nimmt deutlichen Bezug zum Thema Mühle. Man sieht zwei alte, aber gut erhaltene Mühlen, die auf einer Wiesenlandschaft stehen. Sie sind vom Wasser eingekreist, ebenso sieht man einen kleinen Bootssteg. Der Himmel ist wunderbar blau, es ist kaum ein Wölkchen am Himmel.

Inhalt:
Mit dem Werk „Greetsieler Mühlenmord“ hat die Autorin Ele Wolff nun den fünften Band der Reihe, in der Janneke Hoogestraat ermittelt, veröffentlicht. Ich habe nicht alle vorherigen Bände gelesen, aber drei weitere Titel haben mir sehr zugesagt, sodass ich auch „Greetsieler Mühlenmord“ gerne lesen wollte. In der Reihe sind bisher erschienen: „Friesenhuus“, „Eisige Gier“, „Mörderischer Nebel“ und „Die Toten von Spiekeroog“. Wenn ihr keinen weiteren Titel kennt, macht es in diesem Falle nichts, denn alle Geschichten haben eine in sich abgeschlossene Handlung. Spannend ist es jedoch für alle, die es wie ich gern haben, einen Charakter bzw. Ermittler besser kennenzulernen. Ele Wolff stellt in ihren Ostfrieslandkrimis nicht nur die Ermittlungen in den Vordergrund, sondern stets auch zwischenmenschliche Beziehungen und aktuelle Themen. In „Greetsieler Mühlenmord“ behandelt sie, unter anderem, auch ein schweres Trauma eines Kindes, welches micht wirklich mitgenommen hat. Man mag sich kaum vorstellen, welche Ängste ein Kind in einer solchen Situation ausstehen mag. Janneke Hoogestraat ist eine sehr moderne, attraktive Ermittlerin, die eine ausgepägte Spürnase besitzt. Sie ist sehr neugierig, was ihr in ihrem Job auf jeden Fall von Vorteil ist. Neben ihrer großen Leidenschaft, mit der sie Ermittlungen und Fälle verfolgt, spürt man diese auch beim Kauf von modischen Accessoires und Schuhen. Diese Eigenschaft macht sie für mich absolut liebenswert und wahnsinnig sympathisch :-).

Aufbau, Struktur & Stil:
Ele Wolff lässt in „Greetsieler Mühlenmord“ ihre Protagonistin Janneke Hoogestraat größtenteils die Handlung aus ihrer Sicht, in der dritten Person, schildern. Es gibt aber auch immer wieder Kapitel bzw. Abschnitte, die wir aus Sicht des kleinen Jasper mitverfolgen dürfen. Das hat mir auf der einen Seite wirklich gut gefallen, weil man seine Ängste so noch intensiver nachempfinden kann. Andererseits haben mich genau diese Abschnitte auch sehr bedrückt. So nah mitzuerleben, wie schlecht es einem kleinen Jungen geht, hat mich sehr bewegt. Die Autorin geht jedoch sehr sensibelmit der Thematik um und auch gut auf sie ein. Schon nach wenigen Seiten befindet man sich mitten im Geschehen, was mir sehr gut gefallen hat. Die Ereignisse scheinen verworren und ich wurde oftmals auf eine falsche Fährte geführt. Die Autorin hat viele Wendungen eingebaut, mit denen ich so nicht gerechnet hatte, was die Spannung zusätzlich erhöht hat. Die bildlichen Beschreibungen machten es mir leicht, mich in die Situationen hineinzuversetzen.

Fazit:
Der fünfte Fall „Greetsieler Mühlenmord“ wird mir wohl noch eine Weile in Erinnerung bleiben, da er mich sehr bewegt hat. Die Geschichte ist spannend und fesselnd geschrieben. Sie hat jede Menge Überraschungen parat, sodass es nie langweilig wird.

Ich gebe fünf von fünf Funkelchen.

Bewertungssteinchen