„Tödliche Krummhörn“ hat mich gefesselt und sehr gut unterhalten !!

Elke Nansen ist das Pseudonym einer Autorin, die den Norden Deutschlands und Ostfriesland liebt. Hier fühlt sie sich wohl und kann ihrer Kreativität und Fantasie freien Lauf lassen. Besonders in ihr Herz geschlossen, hat sie die ostfriesischen Inseln. Als Ausgleich zum Schreiben liebt sie es Tauchen zu gehen, in der See bzw. im Wasser ist sie voll in ihrem Element. Mit dem Titel „Tödliche Krummhörn“ veröffentlicht sie ihr Debüt.

Klappentext:

„Ein mörderischer Schleier liegt über der ostfriesischen Urlaubsregion Krummhörn. Bei Bauarbeiten wird die mumifizierte Leiche einer jungen Frau entdeckt, mehrere Jahrzehnte lag sie im Fundament des Hotels Deichrose begraben. Hauptkommissar Richard Faber und seine Kollegin Rike Waatstedt von der Kripo Emden werden mit dem Fall betraut. Wer ist die tote Frau, wurde sie ermordet? Eine Identifizierung ist nicht möglich, dennoch ergibt sich schnell ein Verdacht: Silvester 1985 verschwand die Frau des Bauunternehmers Enno Dahlke unter mysteriösen Umständen. Die Ehe war unglücklich, und genau zu dieser Zeit war die Baufirma Dahlke mit der Errichtung des Hotels Deichrose in Ostfriesland beschäftigt… Je tiefer die Kommissare in der Vergangenheit graben, desto düstere Zusammenhänge kommen ans Licht. Sie stoßen auf ein Netz aus Verzweiflung, Korruption und Gier. Die Liste der Verdächtigen wird immer länger, und der Fall mehr und mehr zum Rätsel…“

Wichtige Informationen zum Buch:

Tödliche Krummhörn

Autorin: Elke Nansen
Erscheinungsdatum: 16.11.2017
ISBN: 978-3955737078
Verlag: Klarant

Cover:
Das Cover wirkt auf mich recht beschaulich. Einzig allein am Himmel, der sich teils ein wenig dunkler zeigt, könnte man böse Vorahnungen haben. Ansonsten blickt man auf eine Wiese, auf der ein Haus und ein Leuchtturm stehen.

Inhalt:
„Tödliche Krummhörn“ ist der Debütroman der Autorin. Der Klappentext hat mich auf Anhieb angesprochen, sodass ich dieses Werk gerne lesen mochte. Ich finde es auch einfach toll, immer wieder neue Autoren für mich zu entdecken. Die Thematik, die Elke Nansen anspricht, ist sehr vielseitig angesiedelt. Es geht um Korruption, die Ausübung von Macht, Mord, die Auswertung von Spuren, Prostitution, aber auch um häusliche Gewalt. Allesamt sind Themen, die uns leider ja auch in der Gesellschaft und teilweise auch im Alltag, selbst wenn es nur im politischen Geschehen ist, begleiten. Mich erschreckt ganz besonders immer wieder, wie häufig man von häuslicher Gewalt entweder gegenüber dem Ehepartner aber auch von Kindern hört. Durch meine Arbeit habe ich leider öfter auch Patienten, die aus einem solchen Umfeld stammen und durch Jugendamt oder andere Einrichtungen aus diesen Verhältnissen rausgeholt werden. Ich kann es ehrlich in keinster Weise nachvollziehen, wie man den Menschen gegenüber, die man liebt, ein solches Verhalten zeigen kann. Für mich ist das unbegreiflich und eines der wenigen Themen, bei denen ich wirklich furchtbar wütend werden kann. Es ist der Autorin jedoch aufgrund der Konstellation des Ermittlerduos wirklich gelungen, hier kleine Kontraste zu setzen. Richard Faber, dessen Start als Chef in der neuen Dienststelle alles andere als einfach verläuft, mochte ich direkt auf Anhieb. Man weiß als Leser, genau wie seine Kollegen nicht so recht, warum er in diese kleinere Dienststelle versetzt wurde, was ihn ein wenig geheimnisumwogen wirken lässt. Er wirkt auf mich sonst recht direkt, was gelegentlich zu Zusammenstößen mit Angehörigen/Verdächtigen führt. Auf seinen Instinkt kann er sich bei der Arbeit jedoch auf jeden Fall verlassen. Sein weiblicher Gegenpart ist seine Kollegin Rike Waatstedt. Sie ist eine toughe Frau, die sich ungerne Vorschriften machen lässt und ihre Meinung meist frei heraus äußert. Dennoch ist durchaus einfühlsam, wenn es die Situation erfordert. Mir haben das Zusammenspiel und der verbale Schlagabtausch zwischen Faber und Waatstedt unheimlich gut gefallen. Die Gestaltung der Charaktere ist sehr gelungen und spricht mich sehr an.

Aufbau, Struktur & Stil:
Die Handlung in „Tödliche Krummhörn“ wird dem Leser aus Sicht der beiden Protagonisten Faber und Waatstedt, in der dritten Person, geschildert. Mich hätte es hier sehr gereizt, vielleicht auch einen Charakter aus der Ich-Perspektive zu begleiten, da man so noch mehr Einblick in die Gedanken bekommen hätte. Ganz besonders in Bezug auf die verbalen Schlagabtausche und den recht holprigen Arbeitsbeginn der Protagonisten. Man befindet sich hier richtig schnell mitten im Geschehen, was mir sehr zugesagt hat. Auch gelingt es der Autorin Elke Nansen wunderbar die Spannung aufzubauen und im Laufe der Geschichte konstant zu steigern. Ich habe mich voll und ganz in den Geschehnissen verlieren können, sodass ich das Buch an einem Abend durchlas. Immer wieder konnte ich durch Wendungen in der Handlung überrascht werden und ich habe erst kurz vorm Ende gewusst, wer der Täter ist und welches Motiv letztendlich vorhanden war. Das hat mir sehr gut gefallen. Die flüssige und bildliche Schreibweise führte dazu, dass ich mir viele Szenen wunderbar vor Augen halten konnte. Hervorheben möchte ich auch noch die amüsanten verbalen Schlagabtausche, die mich immer wieder auch zum Schmunzeln brachten und die, die Ereignisse sehr lebendig und authentisch wirken lassen.

Fazit:
Mit dem Werk „Tödliche Krummhörn“ hat die Autorin Elke Nansen ein spannendes, fesselndes Werk geschaffen, dass wahrhaft menschliche Abgründe aufweist. Ich kann es Euch nur empfehlen !!

Ich gebe fünf von fünf Funkelchen.

Bewertungssteinchen

Von | 2017-11-17T22:34:11+00:00 November 17, 2017|Kategorien: Bücher und mehr, Gastblogger|Tags: , , , , |0 Kommentare

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