„Acht Wochen und ein Leben lang“ ist eine tolle Geschichte, wie eine Frau in einer fremden Stadt wieder zu sich selbst findet

Tatjana kennt ihr womöglich schon: Sie hat bereits als Leserin eine Rezension zu „Wir machen uns die Welt“ verfasst und bei der Rabenmutti vorgestellt. Nun hat sie sich vom Bloggerfieber infizieren lassen und fest im Team dabei. Willkommen! Tatjana hat einen Master of Education in Biologie und Germanistik. Sie fotogtafiert gern in ihrer Freizeit und ist daher immer auf der Suche nach Inspiration. Als angehende -Deutsch-Lehrerin bringt sie natürlich einen besonderen Blickwinkel auf Bücher mit, die sie in erster Linie vorstellen wird. Wir freuen uns schon auf ihre Expertise!

Infos zur Autorin:
Miranda Dickinson studierte Darstellende Künste und ist erfolgreiche Singer-Songwriterin. Ihr erster Roman „Die wunderbare Welt der Rosie Duncan“ wurde über eine Selfpublishing-Plattform veröffentlicht. Dort wurde er von einer Lektorin entdeckt, veröffentlicht und landete auf der Bestsellerliste der Sunday Times. Ihre folgenden Romane landeten ebenfalls ausnahmslos dort. „Acht Wochen und ein Leben lang“ ist ihr fünftes Buch.

 

Infos zum Buch:
Acht Wochen und ein Leben lang
Verlag: MIRA Taschenbücher, Harper Collins GmbH
Seitenzahl: 396
Erschienen: Februar 2017
ISBN: 9783956496066

 

Klappentext:

„Plötzlich ist Nell Sullivans Zukunft völlig ungewiss. Als ihre Beziehung zerbricht und sie ihren Job verliert beschließt sie, für acht Wochen zu ihrer Cousine nach San Francisco zu fliegen. Sie fühlt sich so frei wie seit Langem nicht mehr! Hier hat sie endlich Zeit für ihre größte Leidenschaft: das Backen. Alle reißen sich um ihre Leckereien und mit einem Mal scheint ihr Traum von einem eigene Diner greifbar – und vielleicht sogar der von einer neuen Liebe?“

 

Die Rezension zu „Acht Wochen und ein Leben lang“

Cover:
Das Cover ist komplett gezeichnet und wirkt dadurch recht kindlich. Dadurch wird ein geringer Anspruch an den Leser impliziert. Die Handlung ist zwar nicht übermäßig anspruchsvoll, trotzdem finde ich, dass das Cover dem Buch nicht ganz gerecht wird. Die Elemente auf dem Cover sind allerdings sehr passend gewählt, da es sich um Sehenswürdigkeiten in San Francisco und wichtige Schauplätze der Geschichte handelt.

Inhalt:
Nell denkt, ihr On-Off-Freund Aiden möchte sie zurück, als er sie in sein Büro ruft. Stattdessen feuert er sie und speist sie mit einer Abfindung ab. Statt sich zuhause zu verkriechen und im Selbstmitleid zu ertrinken, bucht sie mit dem Geld einen Flug zu ihrer Cousine Lizzie. Bei ihr in San Francisco möchte sie neue Kraft tanken, um nach ihrer Rückkehr nach London neu durchstarten zu können.
Auf der Erkundungstour mit Lizzie kehren sie in deren Lieblingsdiner „Annies“ ein. Nells heimlicher Wunschtraum ist es, eines Tages ein eigenes Diner zu leiten. Als Annie, die Besitzerin des Lokals, davon erfährt, bietet sie ihr ein Praktikum in ihrem Diner an, um Erfahrungen zu sammeln, was Nell gerne annimmt. Außerdem hilft sie Lizzie in ihrer Schul-AG und bringt den Kindern ihre große Leidenschaft – das Backen – näher.

Sie lernt beim Sightseeing Max kennen. Als dieser im Diner auftaucht, beginnt ein vielversprechender Urlaubsflirt mit Höhen und Tiefen. Und wer ist eigentlich dieser geheimnisvolle Künstler, der Nell mit seinen Kreidezeichnungen auf den Gehwegen der Stadt so fasziniert?

Fazit:
„Acht Wochen und ein Leben lang“ liest sich sehr angenehm und leicht, ohne langweilig oder platt zu wirken. Hinter der Haupthandlung zeichnet sich eine wundervolle Liebeserklärung an die Stadt San Francisco ab. Auch wenn mich die USA nie gereizt haben, schafft es Miranda Dickinson, dass während des Lesens in mir der Wunsch geboren wurde, eines Tages nach San Francisco zu reisen und mir all die schillernden Schauplätze der Geschichte anzusehen.

Den Klappentext finde ich nur bedingt passend zum Inhalt des Buches. Das Backen steht dort stark im Vordergrund, was in der Geschichte allerdings eher wie das das Mittel zum Zweck erschient: Für Nell selbst als Ventil: sie backt immer, wenn sie Zeit zum Nachdenken braucht. Durch das Backen findet sie langsam wieder zu sich selbst. Mit den Kindern stehen auch eben diese mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften im Mittelpunkt.

Die Protagonisten Max, Nell, Annie, Lizzie und Aiden sind sehr authentisch und liebenswert, jeder auf seine Art. Meines Erachtens kann man sich – zumindest in groben Zügen – in einem der fünf wiederfinden. Diese Authentizität ist das, was für mich ein gutes Buch ausmacht. Besonders ansprechend fand ich Nells Werdegang. Man konnte von Kapitel zu Kapitel beobachten, wie sie sich ihrer Sache immer sicherer wurde und ihr Selbstbewusstsein wuchs, das zu Anfang durch den Jobverlust kaum vorhanden war.
Auch die anderen handelnden Figuren (Kinder der AG und auch die Stammgäste des Diners) bringen Schwung in die Handlung und bringen einen immer wieder zum Schmunzeln.

Ich finde, es ist ein gelungenes Buch für zwischendurch. Eine tolle Liebeserklärung an eine spannende Stadt.

4 von 5 Punkte gibt es für dieses Buch von mir. Einen Punkt Abzug gibt es von mir, da der letzte Funke zu einem Wow-Effekt fehlt. Dieser Wow-Effekt ist entscheidend, ob ich ein Buch jederzeit weiterempfehlen würde oder nicht und das hat hier letzten Endes gefehlt.

 

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

Benachrichtige mich zu:
avatar
wpDiscuz

Wir benutzen Cookies - Mit der Nutzung dieser Seite erklärst du dich einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Mehr lesen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen", um Ihnen das beste Surferlebnis möglich zu geben. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen zu verwenden fortzufahren, oder klicken Sie auf "Akzeptieren" unten, dann erklären Sie sich mit diesen.

Schließen