Meine Erfahrungen mit wundem Babypo

Marie liegt mit Feuchttüchern auf dem Wickeltisch

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Bei Babys und Kindern kann man nur alles falsch machen. So viel vorweg. Auch ich habe schon einiges total Versaut – keine Frage. Beispielsweise die richtige Pflege des Babypopo bei Claire. Wir haben über Wochen mit wundem Po gekämpft. Er war offen, blutig und eitrig. Den Übeltäter konnte ich zwar nie so recht identifizieren, allerdings hätte ich vielleicht auf meine Hebamme hören sollen: „Lass einfach nur Wasser an den Po!“  Das schließt die Verwendung von Feuchttüchern allerdings nicht aus. Nicht mehr jedenfalls – denn jetzt kenne ich WaterWipes. Doch alles nach der Reihe…

„Mit Feuchttüchern bekommst du sogar Edding weg!“

Ich erinnere mich noch gut an meine Hebamme und ihre Abneigung gegen Feuchttücher. Ich saß bei ihr im gemütlichen Empfangszimmer. Vor mir ein ausladender, weißer, stilvoller Schreibtisch – „bestimmt Ikea!“ dachte ich heimlich. Wir kamen auf das Thema Babypflege zu sprechen und ich meinte, ich würde wohl einfach Feuchttücher nehmen. Da zeigt sie mir eine Stelle am Schreibtisch und erzählt: „Hier war mal ein Strich eines schwarzen Eddings. Ich habe den nicht mehr wegbekommen. Nicht mit Lösungsmittel, nicht mit Nagellackentferner. Dann habe ich aus Jux ein Feuchttuch ausprobiert“.

Der Fleck war weg. Lediglich noch schemenhaft zu erkennen. Ich musste ehrlich gesagt etwas schlucken. Was ist denn da drin? Und wieso darf das an einen Babypo? Ups.

Meine Hebamme empfahl mir Watte und Wasser zu nutzen. „Watte? Aber das hat ja gar keinen festen Halt. Wie mache ich damit denn die Unfälle weg?“ Ich war ein wenig überfordert, denn trotz großer Fantasie konnte ich mir nicht vorstellen, wie das klappen sollte. Meine Geschwister hatte ich früher alle mit Feuchttüchern gereinigt. Das lief super. Da meine Hebamme meine Abneigung gespürt hatte (eine wahnsinns-Frau), gab sie mir einen weiteren Tipp: Alternativ könnte ich auch einfach diese rot-weißen Allzwecktücher kaufen und in Quadrate schneiden. Damit spare ich richtig viel Geld und es komme nur Wasser an den Po! Gesagt getan!

Bildersammlung Marie beim Wickeln

Nach und nach schlichen sich Feuchttücher ein

Beim ersten Baby habe ich die ersten vier Wochen durchgehalten und fleißig geschnitten und mit Wasser den Po gereinigt. Als Ausflüge hinzukamen, habe ich es mir einfach gemacht und dann doch Feuchttücher genutzt. Ihr könnt es euch sicher denken – nach und nach haben sie sich dann fest in den Alltag eingeschlichen und ich hatte nur noch Feuchttücher da. Kurze Zeit später kamen die ersten Probleme… Claire hatte rote Stellen. Teilweise waren sie sogar schon offen. Ich habe etliche Tipps und Tricks gegen einen wunden Po versucht, zunächst vergebens. Der Zustand des Po wurde immer schlimmer. Weder Cremes noch andere Mittel halfen uns. Erst ein Geheimtipp – ein Sitzbad basierend auf Phenol-Methanal-Harnstoff-Polykondensat (was ein Unwort!) – hat geholfen. Uff!!

Lag das jetzt an den Feuchttüchern, die unsere Zauberbohne nicht vertragen hatte? Oder an der (verfrühten) Beikosteinführung und den Säuren aus den Obstgläschen? Ich weiß es nicht. Es war wirklich eine harte Zeit für uns – vor allem natürlich für Claire, die sehr darunter litt – und ich bin froh, dass sie vorbei ist. Ich habe versucht auf Fruchtsäuren zu achten, habe zu Hause wieder vermehrt mit Wasser gewaschen und bei rotem Po direkt reagiert. Seitdem gab es zum Glück keine Probleme mehr! Falls ihr jetzt demnächst Eltern werdet oder bereits ein Neugeborenes bekuscheln könnt, möchte ich euch gern eine Liste an die Hand geben, um wunden Babypo zu vermeiden.

Tipps zur Hilfe bei wundem Babypo

  • Bei beginnender Rötung Fruchtsäuren (Säfte, Gläschen, Quetschies) meiden
  • Windel regelmäßig wechseln (Urin und Stuhl reizen den Po zusätzlich)
  • Bei leichter Rötung können normale Wundcremes (mit beispielsweise Calendula, Ringelblumensalbe, Beinwellsalbe, Rosensalbe) div. Hersteller helfen
  • Bei starker Rötung und offenen Wunden hilft Zinksalbe, sie entzieht die Feuchtigkeit und verhindert das Ausbreiten von Bakterien und Keimen
  • Sitzbad in schwarzem Tee bzw. Po mit schwarzem Tee abtupfen und an der Luft trocknen lassen (Gerbstoffe wirken entzündungshemmend)
  • Auch Quark wirkt entzündungshemmend und abschwellend: Auf ein Mulltuch auftragen, Po abtupfen und antrocknen lassen. Anschließend ebenfalls abwaschen
  • Auch Muttermilch kann helfen. Die Immunglobine und der hohe Fettanteil wirken wahre Wunder: Betroffene Stelle abtupfen, an der Luft trocknen lassen und anschließend abwaschen
  • Viele Eltern schwören auf Heilwolle, die dünn in die Windel gelegt werden soll. Kinderärzte sind sich allerdings strittig, ob sie wirklich hilft. Bitte verwendet sie keinesfalls auf offenen Wunden
  • Bei nässender Röte und langanhaltender Rötung helfen spezielle Sitzbäder (Kamille, Lavendel, Rose). Sie können mehrmals am Tag stattfinden
  • Frische Luft: Gerade im Sommer ist das leicht umsetzbar. Ohne das feuchte Windel-Milieu und die Reibung kann der Po schneller heilen

Bei Marie war alles anders bisher. Ich habe den Tipp mit dem Wasser beherzigt und sie die ersten Monate fast vorwiegend damit sauber gemacht. Feuchttücher (speziell für sensible Haut) waren für Ausflüge gedacht. Und wisst ihr was? Bisher hatte sie erst wenige Male einen geröteten Po. Da half eine einfache Wundsalbe und beim nächsten Windelwechsel war der Po auch wieder normal. Liegt es nun am Stillen? Immerhin wurde sie bis über den 6. Monat hinaus vollgestillt. Somit gab es auch keine Gläschen und damit Fruchtsäuren, die den Po angreifen konnten. Oder lag es am Wasser und den Tüchern, die ich statt Feuchttüchtern genutzt habe?

WaterWipes Feuchttücher

Wickeln unterwegs – WaterWipes im Kleinformat

Nur Wasser, ein Tropfen Fruchtextrakt, keine chemischen Zusatzstoffe

Mittlerweile ist sie 18 Monate alt und isst bei uns mit. Sie wird auch noch gestillt – ja. Dennoch lässt sie es sich nicht nehmen genüsslich Fruchtsmoothies leer zu nuckeln oder Obst im Munde zu zerdrücken. Ich schneide keine Tücher mehr klein, nutze aber seit einigen Wochen WaterWipes-Feuchttücher, die zu 99,9 Prozent Wasser enthalten (und ein Tröpfchen Fruchtextrakt). Seit dieser Zeit ist alles heil geblieben. Zufall oder nicht, bin ich total begeistert. Sie fühlen sich ganz anders an, als herkömmliche Tücher. Sie wirken sehr viel weicher, was angeblich an einem speziellen Verfahren liegt, welches die Oberflächenspannung beeinflusst.

„Boah sind die nass!“

Mein Mann hat auch nicht schlecht gestaunt, als er die Tücher zum ersten Mal ausprobiert hatte. Sie wirken in der Tat sehr viel „nasser“ – weswegen man sie besser nicht auf der Couch liegen lässt. Sonst ist der Schrecken ziemlich groß, wenn da plötzlich ein gigantischer Wasserfleck zu sehen ist *g*. Durch die Feuchtigkeit lassen sich aber vor allem hartnäckige Stuhlreste richtig gut entfernen. Sonst nehme ich halt immer sehr viel mehr Feuchttücher um den Dreck halbwegs schonend abzurubbeln. So geht es aber auch schon mit einem Tuch, weil es richtig schön nass ist und auch angetrocknete Stuhlreste aufweicht. Klarer Pluspunkt!

Marie spielt mit den WaterWipes

WaterWipes werden hier schonmal gelutscht

Die WaterWipes helfen übrigens nicht nur bei stinkenden Windelinhalten, sondern auch ganz toll bei klebrigen Fingern, wenn mal wieder kein Wasserhahn in der Nähe ist. Claire schafft es mit ihren 5 Jahren nämlich immernoch ganz wunderbar Bonbons und Lollis mit der ganzen Hand zu genießen. Da die Tücher so schön nass sind, helfen sie aber auch da prima aus und ich muss nicht extra nach einer Waschmöglichkeit suchen. Ihr müsst so ein Tuch unbedingt mal selbst angefasst haben, dann versteht ihr wovon ich spreche (die gibt´s zum Beispiel bei dm, Rossmann, Müller, , Budnikowsky, oder auch Amazon).

Marie ist übrigens großer Fan von Feuchttüchern. Nichts macht ihr mehr Spaß, als die Tücher aus der Packung zu reißen, durchs Wohnzimmer zu werfen und sie auch mal auszulutschen.

Bei den alten Tüchern habe ich etwas panisch reagiert und versucht sie mit allen Mitteln zu entwenden. Mittlerweile bin ich gelassener – das ist ja fast so, als würde sie an nasser Watte nuckeln. So what!? Ich habe da gut Vertrauen gefasst (nachdem Marie mir ein Feuchttuch in den Mund gesteckt hat und ich mich selbst davon überzeugt habe, dass es nicht nach Chemie schmeckt – ich ziehe dennoch Schokohäppchen vor).

Wickeltisch? Brauch ich nicht!

Meine mobile Wickelbox

Zurück zum Wickeltisch – ach – das geht ja gar nicht. Mit Baby Nummer 2 hat sich noch etwas entscheidend verändert: Wir haben keinen Wickeltisch mehr. Schon bei Claire habe ich den eher als Klamottenablage genutzt. Ich habe sie viel lieber auf der Couch gewickelt. Mit meinem Kaiserschnitt damals war mir jeder Weg zu weit und Stehen war ohnehin sehr schmerzhaft. Ich habe die Gewohnheit beibehalten und pendle nun mit meiner „mobilen Wickelstation“ zwischen Schlafzimmer und Wohnzimmer hin und her. Da ist alles drin, was ich so brauche: Feuchttücher, Windeln, Wickelunterlage, Thermometer und Nagelschere. Mit dem zweiten Baby wird halt alles viel entspannter…

Was ist wirklich drin?

Jetzt mal Budda bei de Fische. Was ist denn so in den Tüchern enthalten? Laut Verpackung sind es tatsächlich 99,9 Prozent Wasser und 0,1 Prozent Fruchtextrakt. Das verwendete Grapefruitkernextrakt gilt als natürliches und sanftes Hautpflegemittel und ist auch in anderen Produkten zu finden. Ansonsten ist nichts enthalten. NICHTS. Wenn das so ist, dann dürfen sich die WaterWipes tatsächlich als „die reinsten Baby-Feuchttücher der Welt“ bezeichnen, oder? Keine Chemie, nur Wasser und Fruchtextrakt. Da hätte ich auch bei Neugeborenen Babys keinerlei Bedenken.

PS: Edding bekommen sie auch nicht weg. Ein klarer Pluspunkt in dem Fall, oder? 😉

Ich erinnere mich noch wie zart und verletzlich Maries Haut in den ersten Tag gewirkt hatte. Sie war Butterweich, duftete himmlisch nach warmen Mandeln und ihre feinen Äderchen kamen hervor, sobald es ein wenig kalt wurde. Dieses zarte Wesen war mein ein und alles… Ich habe mich bei ihr zwar strikt an die Wasser-Tuch-Regel gehalten, aber mit den WaterWipes hätte ich wohl bei ihr auch keine Angst gehabt und Feuchttüchtern eine zweite Chance gegeben. Vielleicht kann ich sie ja beim dritten Baby von Anfang an ausprobieren. Da muss ich nur noch Überzeugungsarbeit leisten – aber das ist eine andere Baustelle.

Wie war es bei euch: Habt ihr Unterschiede zwischen dem Wickelverhalten bei euren Babys bemerkt? Habt ihr noch Tipps gegen einen wunden Po, die ich nicht aufgeführt habe? Immer gern her damit!

WaterWipes-Erfinder ist selbst Papa

Wenn ihr jetzt neugierig auf die WaterWipes geworden seid, interessiert euch sicherlich, dass der Begründer selbst Papa ist. Edward McClosekey kam die Idee der WaterWipes quasi im Kinderzimmer. Seine kleine Tochter bekam Windelausschlag. Beim Studieren der Inhaltsstoffe seiner Feuchttücher war er erschrocken über die vielen chemischen Zusätze:

„Es musste einfach einen besseren Weg geben!“

Er hat geforscht und Jahre später WaterWipes entwickelt. Sie sollen Eltern ein sicheres Gefühl vermitteln, sodass sie sich um andere Dinge als Hautpflege kümmern können: Kuscheln zum Beispiel 😉 Bei mir hat´s geklappt.  Probiert es doch aus und erzählt mir von euren Erfahrungen!

Wenn ihr mehr über WatwerWipes erfahren möchtet, schaut doch mal bei Facebook oder Instagram vorbei! 🙂

[Anzeige] Herzlichen Dank an WaterWipes für die Bereitstellung des Testpaketes – vor allem der Kuschelteddy kam bei den Mädchen gut an. Der Artikel entstand in Kooperation mit WaterWipes, jedoch spiegelt der Artikel meine persönliche Meinung wieder und wurde von mir selbst erstellt.

Von |2019-01-07T23:56:05+00:00Januar 7, 2019|Kategorien: Baby & Kleinkind, Produkttests|Tags: , , , , |0 Kommentare

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