Hinterm Tellerrand ist kein schwarzes Loch! {Gastbeitrag}

Crazy Mom blickt über den Tellerrand

Gastbeitrag von Crazy Mom Sabrina

Mama zu werden und Mama zu sein kann eine ziemliche Herausforderung sein.

Ist die Schwangerschaft erst offiziell und der Bauch wölbt sich langsam, geht es auch schon los! Gut gemeinte Ratschläge prasseln auf dich ein und du kannst überhaupt nichts dagegen tun. Das hört auch nicht auf, wenn deine Kinder größer werden. Es hagelt ungefragte Glaubenssätze und feststehende Behauptungen zu sämtlichen Erziehungs- und Familienthemen. Was davon und wie du etwas aufnimmst, da ist jede Frau anders! Das was für dich leicht ist, fällt einer andern vielleicht recht schwer und andersherum genauso.

Ist es deine Schuld?

Was aber tun, wenn trotz der ganzen Verhaltensanweisungen und Erziehungsmaßnahmen deine Kinder ständig aus der Reihe tanzen? Was wenn es trotzdem drunter und drüber geht und die Kinder sich nicht benehmen, nicht vernünftig am Tisch sitzen, sich ständig zanken, nicht um sieben im Bett sind, gern rumtoben und laut sind und auch längst nicht alles essen, was du zauberst? Du fragst dich: Liegt der Fehler jetzt bei dir und deiner Erziehung, oder bei deinen Kindern?

STOOOOP!!!

Hier muss ich ganz schnell etwas aufräumen. Zu allererst: Das Problem liegt nicht bei dir und auch nicht bei den Kindern, sondern in der Gesellschaft und bei den komischen (verzogenen) Erwachsenen, die längst vergessen haben, wie es ist, wenn man klein ist… Merke dir ab sofort eine Sache: Alles – ALLES!!! – was bei dir zu Hause passiert ist okey, solange es für dich okey ist!!! [Anmerkung der Red.: Trifft nicht bei Gewalt zu] Und wenn andere Menschen mit dir oder deinen Kindern Probleme haben, dann sind das ihre Probleme und die sollen sie auch behalten.

Sieh es nicht so eng

  • Chaos im Haus? – Wen juckt es? Besuch soll sich ankündigen!
  • Kinder gehen spät ins Bett? – Na und, dafür schlafen sie morgens länger.
  • Kinder wollen lieber spielen als essen? – Kein Problem, wenn sie Hunger haben, werden sie schon kommen!

Menschen, die damit ein Problem haben, haben oft ein Problem mit Ihrem eigenen inneren Kind. Da kannst du deine Wohnung noch so schön aufräumen – die finden garantiert etwas zu mäkeln! Vielleicht durften Sie schon als Kind nicht ihre eigene Persönlichkeit entwickeln und mussten sich an starre Regeln halten und wurden streng (v)erzogen. Das ist ein Grund, warum heutzutage viele Erwachsene gerade im Bezug auf Kinder mit negativen Glaubenssätzen belastet sind. Sie ertragen es auch nicht, wenn andere das ganze etwas lockerer sehen oder gar eine andere Meinung haben. Zum Glück leben wir heute im sogenannten Informationszeitalter. So sind die heutigen Eltern nicht zuletzt dank Internet in der Lage über den Tellerrand zu schauen!

Gastbeitrag Erziehung: Lass dich nicht verunsichern

Hinterm (eigenen) Horizont geht´s weiter

Was kannst du machen um nicht die Nerven zu verlieren? Meditation kombiniert mit Atemübungen und Achtsamkeit wäre eine Möglichkeit – ist Spiritualität doch längst aus Fernost hier rüber geschwappt. Dennoch ist sie bei uns Europäern noch nicht anerkannt und wird oft belächelt. Gehörst du auch zu den Menschen, die sich nicht vorstellen können still auf einem Kissen zu sitzen ohne dabei einzuschlafen? Ich ehrlich gesagt auch.

Aber mal im Ernst: Wenn es zu Hause wieder stressig ist, du deine Stimme schon wieder erhoben und die Kinder zur Strafe ins Zimmer geschickt hast und danach zu deinem Mann sagst: „Jeden Abend das Gleiche…“ – dann wird sich an dieser Situation höchstwahrscheinlich nie was ändern. Dann vielleicht doch den Rat der Tante befolgen und härtere Strafen einführen und strengere Grenzen einsetzen? Weil grundsätzlich ist es ja nun mal so: Die Situation ändert sich nicht, wenn du nicht irgendwas änderst. Soweit logisch, oder?

 Der Kopf ist rund, damit Gedanken die Richtung ändern können.

Du steckst als Mama in der wahrscheinlich größten, persönlichen Entwicklungsphase deines Lebens! Du wirst regelmäßig die ganz große Liebe in deinem Kind sehen, wenn es verträumt am Tisch sitzt und ein hübsches Bild malt. Und fünf Minuten später möchtest du schreiend im Kreis laufen, weil es den Tisch, die Tapete und den Stuhl gleich mit dekoriert hat.

Was also tun? Es gibt mehrere Möglichkeiten. Du… :

  1. … sitzt 24/7 neben deinem Kind und korrigierst es schon vor jedem Fehltritt.
  2. … gehst mit deinem Kind nur im Dunklen auf die Straße, sodass dich keine anderen Menschen sehen können.
  3. … fragst andere Menschen, die gute Ratschläge auf Lager haben und probierst einen nach dem anderen aus (Tipp: vor allem Leute, die keine Kinder haben, haben die besten Tipps!)

Und jetzt mal Ironie und Scherz bei Seite – es gibt eine sehr effektive Möglichkeit: Du schraubst die Ansprüche an dich und dein Kind runter und siehst ein, dass kein Mensch auf dieser Welt perfekt ist. Du nimmst alles ein bisschen lockerer und vertraust deinem Kind, das es sich schon so anpassen wird, wie seine eigene Persönlichkeit auch will.

Kinder sind die Spiegel deiner Selbst

Dazu musst du vielleicht ein paar Glaubenssätze über Bord werfen und ein paar gute Ratschläge unbeachtet im Raum stehen lassen, aber ich garantiere dir: es wird sich lohnen. Begebe dich auf einen Weg, in dem du und dein Kind euch auf Augenhöhe begegnen und du deinem Kind genauso viel Respekt (Empathie, Liebe, Verständnis und so weiter…) entgegen bringst, wie du es von ihm erwartest.

Sobald du mehr über dein eigenes inneres Kind, deine persönliche Entwicklung und die Entwicklung eines (deines!) Kindes erfährst, desto leichter wird es dir fallen, euch selbst und auch alle Menschen mit Ecken und Kanten zu akzeptieren.

Du fragst dich jetzt, wie man sowas angehen kann? Hinterfrage erstmal alles, was dir so entgegenschwappt! Fange an zu lesen und dich zu vernetzen mit Mamas und Eltern, die ebenfalls auf dem Weg sind eine gute Beziehung zu ihrem Kind zu führen statt einer strengen Erziehung. Der Weg ist sicherlich nicht einfacher als der klassische, aber er führt zu mehr Würde für dein Kind. Suche dir das raus, was zu dir passt und dann gehe deinen Weg und lass dich nicht davon abbringen, einen empathischen, liebevollen und selbstsicheren Menschen heranzuziehen!

Und wenn du doch Grenzen setzen möchtest: Warum dann nicht mal für Leute, die sich ständig einmischen?

In diesem Sinne wünsche ich dir viel Spaß auf der Suche nach deinem Weg! 😊

Deine Sabrina

Wer ist Crazy-Mom?

Sabrina Hollender ist Mutter dreier Söhne. Sie liebt und lebt das Thema Persönlichkeitsentwicklung und widmet der liebevollen Erziehung ihrer Kinder viel Aufmerksamkeit – ihre Freundinnen und Bekannten fragten Sie oft um Rat. Das in Kombination mit Mut und Umsetzungswillen hat sie zum podcasten gebracht. Sie hat große Pläne für Crazy Mom und möchte die Sicht der Gesellschaft auf die Kinder positiv beeinflussen. Sie nimmt Leitsätze und Zitate und schmückt diese mit Gedanken, Tipps und Geschichten rund ums Thema Persönliche Entwicklung für Mamas, die täglich zwischen größter Liebe und purem Wahnsinn stecken. Ihr Podcast ist bei iTunes und vielen anderen Podcast-Anbietern zu finden!

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