Lena

Januar 27, 2018

„Das Erbe der Rosenthals“ erzählt eine bewegende Geschichte !!

Armando Lucas Correa lebt in Manhattan und arbeitet dort als Herausgeber des wichtigsten Magazins der spanischen Gemeinschaft in den USA, People en Español. Zuvor arbeitete er auf Kuba als Herausgeber eines Kulturmagazins. Für seine journalistische Arbeit wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem von der National Association of Hispanic Publications und der Society of Professional Journalism. Das Erbe der Rosenthals ist sein erster Roman.

Klappentext:

„1939 muss die elfjährige Hannah mit ihrer Familie aus Berlin fliehen, denn sie ist Jüdin. Ein Schiff soll sie nach Kuba bringen, doch nur die Wenigsten dürfen die St. Louis dort verlassen. Auch Hannahs Familie wird auseinandergerissen. 2014 sucht die elfjährige Anna nach den Wurzeln ihres bei 9/11 verstorbenen Vaters. Ein Brief ihrer Großtante enthält Fotos und erste Hinweise. Doch erst als sie zusammen mit ihrer Mutter von New York nach Kuba reist, kommt sie der Geschichte ihrer Familie wirklich nahe …“

Wichtige Informationen zum Buch:

Das Erbe der Rosenthals

Autor: Armando Lucas Correa
Erscheinungsdatum: 21. Dezember 2017
ISBN: 978-3785726020
Verlag: Bastei Lübbe

Cover:
Man sieht ein junges Mädchen, welches von der Reling eines Schiffes aus, ins Ungewisse schaut. Denn das Land liegt vollkommen unter einer dicken Schicht aus Nebel. Sie ist einfach gekleidet und trägt einen kleinen Koffer. Mich spricht das Cover sehr an und der Bezug zum Inhalt ist sehr deutlich gegeben.

Inhalt:
„Das Erbe der Rosenthals“ ist der Debütroman des Autors Armando Lucas Correa. Der Klappentext hat mich sofort angesprochen, ganz besonders die historischen Begebenheiten und die Zeit, in der das Buch teils spielt, interessierte mich generell doch sehr. Der Nationalsozialismus, deren Weltanschauung und die Auswirkungen unter denen die (jüdische) Bevölkerung stark litt, berührt und bewegt mich immer noch sehr. Wir haben die Thematik damals in der Schulzeit in den verschiedensten Fächer und auch unter sehr unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, es ist einfach etwas, was mich nicht loslässt. Zu sehr haben sich die Bilder, aber auch die Geschichten von Menschen, die diesen Horror überlebt haben, in meinen Kopf eingebrannt. Der Autor Armando Lucas Correa stellt genau die Gefühle der Charaktere hier wunderbar in den Mittelpunkt. Wir begleiten die junge Hannah, deren Familie stark unter den starken Einschränkungen leidet. Der Vater hat seinen Job verloren, früher waren sie hoch angesehen, heute würdigt sie kaum noch jemand eines Blickes. Die Mutter zeigt starke Depressionen, verlässt vor Angst und Kummer kaum noch die Wohnung. Hannah selbst verwirrt die ganze Situation unheimlich, sie versteht einfach nicht, warum viele Menschen, sie so schlecht behandeln und abfällig über sie reden. Sie hat Angst um ihre Eltern, macht sich Sorgen, wie es ein Kind, in ihrem Alter nicht tun müssen sollte. Gleichzeitig ist sie wahnsinnig fantasievoll und kreativ. Ihr einziger Lichtblick im tristen, gefährlichen Alltag ist ihr Freund Leo, mit dem sie durch dick und dünn gehen kann.

Aufbau, Struktur & Stil:
Wir verfolgen als Leser die Ereignisse aus Sicht zweier verschiedener Charaktere, wobei die Perspektive jeweils in der Ich-Form geschildert wird. Die Geschehnisse sind auf zwei Handlungsstränge verteilt, die auf zwei zeitliche Ebenen, sowohl 1939 als auch 2004, spielen. Mir hat es unheimlich gut gefallen, wie leicht es dem Autor gelingt, historische Begebenheiten mit einer fiktiven Geschichte zu verbinden. Das ist definitiv ein Punkt, der hier wahnsinnig positiv heraussticht. Schon nach kurzer Zeit hat mich „Das Erbe der Rosenthals“ gefesselt, wobei mich die Geschichte aus der Vergangenheit viel mehr bewegt hat. Nach einer Weile gab es dann jedoch immer wieder auch Abschnitte, die sich als ein wenig zähflüssig herausstellten. Die Spannung kann nicht über das ganze Buch gehalten werden. Dennoch wurde ich zwischendurch auch überrascht, durch Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte.

Fazit:
„Das Erbe der Rosenthals“ erzählte eine bewegende, interessante und teils wahre Geschichte, die mich zum Nachdenken angeregt hat !!

Ich gebe vier von fünf Funkelchen.

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