„Der Anruf kam nach Mitternacht“ ist Gerritsens Debüt-Roman

Die Autorin:

Tess Gerritsen wurde am 12.06.1953 in Kalifornien geboren. Heute lebt sie in Camden (Maine) und hat zwei Kinder.

Zunächst arbeitete sie als Ärztin, was deutlichen Einfluss auf ihre schriftstellerische Tätigkeit hat.
1987 erschien ihr erstes Buch unter dem Titel „Call after Midnight“. Ihre folgenden Romane wandten sich nach und nach dem medizinischen Bereich zu, bis ihr 1996 der internationale Durchbruch mit „Kalte Herzen“ gelang, einem Thriller, in dem es um Organhandel geht. 2004 begann sie die Reihe um das Duo um die Kriminalbeamtin Jane Rizzoli und Gerichtsmedizinerin Maura Isles, welche auch als Serie auf VOX läuft (auch wenn ich persönlich wenige Parallelen zu den Büchern entdecken konnte).

Über das Buch:

Der Anruf kam nach Mitternacht

Verlag: HarperCollins GmbH
Erscheinungsdatum: 07.08.2017
Seitenzahl: 304
ISBN: 978-3-95967-109-5

Klappentext:

„Nichts Gutes passiert nach Mitternacht…

Nacht in einem Haus in Washington D.C. Das Telefon klingelt. Als Sarah Fontaine kurz darauf das Gespräch beendet, ist ihre Welt eine andere: Man hat ihr gerade mitgeteilt, dass ihr Mann Geoffrey bei einem Hotelbrand ums Leben gekommen ist. In Berlin. Dabei sollte er doch auf Geschäftsreise in London sein! Zusammen mit dem Botschaftsmitarbeiter Nich O´Hara macht Sarah sich vor Ort auf die Suche nach Antworten. Was sie findet, ist ein perfider Racheplan…“

 

Cover:

Wer Tess Gerritsens Cover von blanvalet gewohnt ist, der wird hier zunächst irritiert sein. Denn dieses Cover, ebenso wie die anderen bei HarperCollins erschienenen Werke von Gerritsen, ist völlig anders. Was zunächst irritierend ist, erweist sich meines Erachtens aber als gute Wahl. Diese Cover gefallen mir nämlich richtig gut.

Der Hintergrund von „Der Anruf kam nach Mitternacht“ ist blau und über dem Titel sieht man eine Taschenuhr, die mit Blut bespritzt ist. Das passt natürlich sehr gut zum Titel und Klappentext. Dadurch entsteht ein stimmiges Gesamtbild.

Optisch passen die Bücher in meinem Regal jetzt nicht mehr zusammen, da es sich aber einmal um eine zusammenhängende Reihe und einmal um unabhängige Bücher handelt, stört das nicht weiter. Eigentlich finde ich es sogar gut, dass sich die Bücher auch optisch voneinander unterscheiden.

 

 

Inhalt:

Sarahs Welt bricht völlig auseinander, als eines nachts ihr Telefon klingelt und sie erfährt, dass ihr Mann ums Leben kam…allerdings in Berlin, obwohl er in London sein sollte. Was hat ihr Mann ihr noch verheimlicht und vor allem,  warum? Sie reist nach London, um sich auf die Suche nach Antworten zu machen…Antworten, die ihr möglicherweise nicht gefallen werden.

 

Fazit:

Ich mag Tess Gerritsen sehr gerne und habe viele Werke aus der Rizzoli&Isles-Reihe gelesen. Daher hat es mich sehr gefreut, ihr Debüt lesen zu dürfen.

In mancherlei Hinsicht merkt man, dass „Der Anruf kam nach Mitternacht“ ihr erstes Buch war. Sie hat manche Dinge relativ früh verraten, aus denen sie bei ihren späteren Büchern eine überraschende Wendung und einen Wow-Effekt rausgeholt hätte. Auch bezüglich der Auflösung wäre sie in späteren Jahren vermutlich anders vorgegangen und hätte mehr rausholen können. Aber irgendwie macht das für mich auch den Charme des Buches aus. Man kann ihre Wandlung und Entwicklung nachvollziehen und sieht, wie sich die Storys und Figuren entwickeln.

Die Protagonisten sind relativ oberflächlich gezeichnet, was bei den heutigen Werken ganz anders ist: Heute haben Gerritsens Protagonisten deutlich vielschichtigere Charaktere. Trotzdem sind sie sympathisch und authentisch. Schön finde ich, dass die Story nicht nur aus Sarahs Sicht erzählt wird, sondern auch aus O´Haras. Dadurch hat man einen super Einblick in alle Gedankengänge und Handlungen. Auch wenn es einen personalen Erzähler gibt (was mir ja sowieso immer lieber ist), ist man immer mittendrin im Geschehen und den Gedanken der Figuren.

Auch wenn durchaus Luft nach oben erkennbar ist, hat mir das Buch und vor allem die Story gut gefallen. Tess Gerritsen wusste offensichtlich einfach schon immer, wie man spannende Thriller schreibt, die einen in ihren Bann ziehen.

Daher vergebe ich 4 von 5 Funkelchen.

Von | 2017-08-20T18:08:47+00:00 August 20, 2017|Kategorien: Uncategorized|0 Kommentare

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