Valentina Fast wurde 1989 geboren. Bei der Arbeit dreht sich alles rund um Zahlen, sodass sie nun seit einiger Zeit als Ausgleich dazu dem Schreiben von Romanen widmet. Schon im Teenageralter war sie fasziniert von Geschichten und ihr eigenes Schreiben begann damit, dass sie die Gruselgeschichten in einer Teeniezeitschrift fesselten. Früh hatte sie das Gefühl, dass sie ihre verrückten Ideen erst ruhen lassen konnte, wenn sie sie aufschrieb. Ihr Debüt „Royal“, welches ursprünglich als Kurzgeschichte geplant war, entwickelte sich aufgrund des Erfolgs und ihre vielen kreativen Gedanken zu einer sechsteiligen Reihe. Ihr aktuelles Werk heißt „Belle et la magie: Hexenzorn“.

Klappentext:
„Seit die 17-jährige Isabelle Monvision aus ihrer Heimat verbannt wurde, ist nichts mehr, wie es mal war. Nicht nur hat sie ihre Hexenfähigkeiten vollständig eingebüßt, auch das Vertrauen zu Gaston ist mit den vergangenen Geschehnissen zu Bruch gegangen. Dennoch kämpft sie sich mit ihm und seinen Freunden durch die zahlreichen Gefahren des Magischen Waldes – wissend, dass sie nur im Reich auf der anderen Seite der Berge in Sicherheit sein kann. Mit allen Mitteln versucht Gaston sie auf dem unsicheren Weg dorthin zu beschützen. Dabei ahnt keiner von ihnen, dass dies nur der Anfang ist und Isabelle die Schlüsselfigur eines jahrhundertealten Krieges werden wird…“

Wichtige Informationen zum Buch:
Belle et la magie: Hexenzorn
Autorin: Valentina Fast
Erscheinungsdatum: 01.Dezember 2016
Verlag: Impress

Cover:
Im Mittelpunkt des Covers steht Isabelle, die in ihrem dunklen Umhang, ein absoluter Blickfang ist. Sie setzt sich durch den glühend roten Hintergrund, der an Feuer erinnert, wunderbar ab.

Inhalt:
„Belle et la magie: Hexenzorn“ ist der zweite und aktuellste Band der Dilogie. Schon der erste Band „Belle et la magie: Hexenherz“ hat mir gut gefallen, sodass ich die Fortsetzung unbedingt weiterlesen wollte. Wieder einmal habe ich wundervolle, gestaltete Welt, bewundern dürfen. Vielleicht liegt es mit daran, dass ich Hexen als Wesen immer noch interessant fand, wenn gleich sie mir manches Mal auch ein wenig gruselig waren, einzig durch ihre übernatürlichen Kräfte. Wir begleiten als Leser Belle, die kurz vor ihrer Hexenprüfung steht. Belle ist ein junges, recht impulsives Mädchen. Sie fährt schnell aus der Haut, was bei Hexen zu unerwarteten Schwierigkeiten kommen kann. Ein Charakterzug, der ihr das Leben öfter einmal schwer macht. Ich habe mich sehr gefreut Belle wieder begleiten zu dürfen, denn sie war mir schon zuvor sehr sympathisch. Ihre Entwicklung, die sie hier durchläuft, hat mir sehr gefallen. Die Tatsache, dass sie nach und nach mehr Mut fasst, aber auch ernsthafter wird, habe ich als sehr authentisch empfunden. Vor allem ihre Unsicherheit konnte ich oftmals gut verstehen, denn auch als Leser tappt man lange im Dunkeln, einige Charaktere konnte ich nur schwer einschätzen. Umso mehr sympathisiert man mit Belle. Mit dem Verhalten von Belles Mutter habe ich leider weiterhin schwergetan. Man hat das Gefühl, dass sie ihrer Tochter viel zu wenig zutraut, was mehr als traurig ist. Gaston ist ein weiterer wichtiger Charakter. Er verbirgt die ganze Zeit über etwas und verhält sich ziemlich mysteriös. Ich hatte stets das Gefühl, dass er niemanden vertraut, warum verstehe ich aber definitiv nicht. Alle Charaktere wurden jedoch sehr interessant und facettenreich gestaltet.

Aufbau, Struktur & Stil:
Auch in „Belle et la magie: Hexenzorn“ wird uns die Handlung aus verschiedenen Perspektiven geschildert, sowohl Belle als auch Gaston die Protagonisten, berichten. So erhält man einen sehr umfassenden und detaillierten Blick auf die Ereignisse. Der zweite Band schließt genau an die Geschehnisse der Vorgeschichte an. Es ist zwar schon eine Weile her, dass ich Band 1 gelesen habe, dennoch fiel es mir nicht schwer, wieder in die Geschichte einzusteigen. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig, schnell konnte ich mich zurechtfinden. Mir gefällt der bildliche Schreibstil sehr, sodass ich mich wunderbar in die fantastische Welt hineinversetzen“ und viele Situationen, wie einen Film vor Augen ablaufen lassen konnte. Nachdem ich begonnen hatte das Buch zu lesen, konnte ich es kaum noch zur Seite legen. Zu sehr war ich in der Geschichte gefesselt, auch emotional fühlte ich mich in „Belle et la magie: Hexenzorn“ intensiver mit den Charakteren verbunden. Nach und nach bekommt man immer mehr Fragen, die im ersten Band aufgeworfen wurden, beantwortet. Die Spannung steigt konstant und an einigen Stellen hat mich Valentina Fast überraschen können.

Fazit:
„Belle et la magie: Hexenzorn“ ist ein fesselnder und sehr gelungener Abschluss der Reihe, der mich überzeugen konnte. Die Weiterentwicklung der Charaktere hat mir wahnsinnig zugesagt, ebenso deren kreative und facettenreiche Gestaltung.

Ich gebe vier von fünf Funkelchen.