Lena
Samstag, 26. Januar 2019

Aktionsbeitrag „Greetsieler Mühlenmord“: Interview mit Ele Wolff

Hallo liebe Ele,

ich freue mich dir, anlässlich deines neusten Werkes „Greetsieler Mühlenmord“, ein paar Fragen zu stellen.

Erzähl uns doch, bevor wir ans Eingemachte gehen ;-), ein klein wenig über dich und deine Arbeit, damit die Leser, die dich noch nicht so gut kennen, ein wenig Hintergrundinfo haben.

„Seit zwanzig Jahren lebe ich als geborene Frankfurterin in Ostfriesland und genauso lange schreibe ich Bücher. Früher und auch heute noch, verschlinge ich Bücher, denn es ist eine schöne Möglichkeit, dem Alltag zu entfliehen. Das Erfinden von Geschichten ist spannend, manchmal überraschend und auch hin und wieder anstrengend, wenn die Protagonisten nicht so wollen wie ich das gerne hätte.“

Was erwartet die Leser in deinem neusten Werk „Greetsieler Mühlenmord?“

„Die Geschichte eines kleinen Jungen, der ein Verbrechen beobachtet hat, nämlich die Ermordung seines Vaters. Verzweifelt versucht er, seine Mutter zu beschützen und den Täter nicht zu verraten, denn dann wäre er in Gefahr. Seit dieser denkwürdigen Nacht an der Greetsieler Mühle ist er verstummt.“

Gibt es einen Charakter, der dir hier besonders am Herzen liegt und was verbindest du selbst mit „Greetsiel“ als Ort?

„Greetsiel ist ein Dorf wie aus dem Bilderbuch. Kleine Häuser, schmucke Fassaden und Idylle pur. Sehr gerne fahre ich dort hin und genieße einen Mini Urlaub mit Fischbrötchen und Wind im Haar. Am Herzen liegt mir die Hauptfigur der kleine Jasper. Sogar beim Schreiben hatte ich Mitleid mit dem Jungen und fühlte die Angst, die er hat.“

In „Greetsieler Mühlenmord“ sprichst du, unter anderem, das Thema Mutismus an, welcher durch ein Trauma ausgelöst wird. Wie dürfen wir uns die Recherche dazu vorstellen?

„Mutismus ist mir in abgeschwächter Form schon mal begegnet. Das Kind sprach nur zu Hause mit seinen Eltern, ansonsten nicht. In Vorbereitung zu dem Buch habe ich mich mit einem Kinderatzt ausgetauscht, der mir bestätigt hat, dass es tatsächlich möglich ist, dass ein Kind, ausgelöst durch einen Schock, komplett verstummt. Im Internet fand ich auch Erfahrungsberichte betroffener Eltern und wie sie damit umgegangen sind.“

Hast du selbst schon Berührung mit mutistischen Menschen erlebt, die möglicherweise sehr einprägsam waren?

„Ja, die Tochter einer Freundin hat erst mit fünf Jahren angefangen, sich außerhalb der Familie mit jemanden auszutauschen. Sowas war mir neu, denn mein eigener Sohn war sehr redselig.“

Du gehst in deinen Werken regelmäßig intensiv auf die zwischenmenschlichen Kontakte ein. Welchen Stellenwert haben diese für dich im Leben?

„Einen großen Stellenwert. Ich denke, das ist in meinem Beruf als Krankenschwester begründet. Wenn Menschen krank sind, oder sogar im Sterben liegen und auf Hilfe angewiesen sind, sieht man alle Fassetten des Lebens. Meiner Meinung nach ist das zwischenmenschliche auch wichtig, um zu ergründen, warum ist die oder jene Tat überhaupt geschehen und was hat den Täter zu dem gemacht, der er ist.“

Was dürfen wir als Leser in den kommenden Monaten erwarten? Kannst du uns schon einen kleinen Ausblick geben?

„Es wird wieder eine Janneke Hoogestraat geben, die sich auf die Suche nach der Lösung eines Verbrechens begibt. Dafür muss sie durch ganz Ostfriesland reisen.“

Vielen lieben Dank an dich Ele. Es hat Spaß gemacht dir Fragen zu stellen 🙂 !!

Von |2019-01-26T17:18:50+00:00Januar 26, 2019|Kategorien: Autoren, Bücher und mehr, Gastblogger|Tags: , , , , |0 Kommentare

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