Aktionsbeitrag „Mord in Ditzum“: Interview mit Susanne Ptak

Hallo ihr Lieben,

nachdem Susanne Ptak gerade ihr neustes Werk „Mord in Ditzum“ veröffentlicht hat, durfte ich ihr ein paar Fragen stellen. Wir bekommen einen tollen Einblick in ihre Arbeit und ich hoffe, euch ein wenig neugierig auf ihr Buch machen zu können.

Magst du dich zu einmal, für die Leser, die dich noch nicht kennen, kurz vorstellen? Wie kamst du zum Schreiben?

„Natürlich, sehr gerne. Mein Name ist Susanne Ptak, ich wurde vor 53 Jahren in Düsseldorf geboren, lebe aber seit 2003 mit Mann, Hund und Schafen in Ostfriesland vor den Toren der schönen Stadt Leer. 2010 eröffnete ich auf unserem kleinen Hof eine Schafskäserei. Es war eine schöne, aber auch sehr anstrengende Arbeit, mit der sich leider nur schwer Geld verdienen lässt … Als mich im November 2013 eine Kundin auf dem Leeraner Wochenmarkt dermaßen ärgerte, dass die Kollegen später behaupteten, die schiere Mordlust in meinen Augen gesehen zu haben, beschloss ich, lieber einen Krimi zu schreiben als mich an Kunden zu vergreifen … Und ich tat genau das: Nach Marktschluss fuhr ich nach Hause, aß zu Mittag und schrieb das erste Kapitel zu „Grünlandmord“. Nie hätte ich das zu hoffen gewagt, doch schon nach kurzer Zeit waren meine Krimis so erfolgreich, dass ich die Schafe in Rente schicken und meine Brötchen mit dem Schreiben verdienen konnte.“

Wer oder Was inspiriert dich zu deinen Geschichten?

„Eigentlich könnte ich diese Frage mit einem Wort beantworten: Alles. Manchmal lese ich etwas in der Zeitung, das eine gute Geschichte abgeben könnte, oder ich sehe einen Fernsehkrimi, bei dem ich denke, da hätte man eine viel bessere Story draus machen können. Hin und wieder sind es Menschen, die sich merkwürdig verhalten und mein Gehirn entwickelt dann automatisch einen Hintergrund für dieses Verhalten. Dieser Hintergrund ist natürlich vorzugsweise kriminell. Gute Ideen entstehen auch bei Gewitter oder wenn der Sturm ums Haus tobt.“

Gib uns doch einen kurzen Einblick in „Mord in Ditzum“. Worauf muss sich der Leser einstellen?

„Die Geschichte beginnt mit einem äußerst mysteriösen Mordfall. Dr. Josefine Brenners Freundin Theda ist der festen Überzeugung, dass es sich bei der toten Frau, die am Ditzumer Fähranleger gefunden wird, um ihre Nichte Famke handelt. Famke wurde jedoch vor zwölf Jahren beerdigt … Famkes ehemals beste Freundin teilt Thedas Überzeugung, doch beide stoßen mit ihrer Theorie auf Ablehnung. Offenbar scheint fast das ganze Dorf etwas zu verbergen. Theda bittet Josefine um Hilfe und gemeinsam mit den befreundeten Kommissaren Werner Harms und Steffen Köster nimmt die ehemalige Rechtsmedizinerin die Ermittlungen auf.“

In diesem Werk sind allerhand verschiedene zwischenmenschliche Beziehungen, die eine wichtige
Rolle spielen. Spiegeln sie ein Stück weit auch private Ereignisse oder /Veränderungen wider? Oder
sind es rein fiktive Emotionen?

„Da ich ja inzwischen schon einige Jahrzehnte Lebenserfahrung auf dem Buckel habe, habe ich auch schon Angst um einige meiner Lieben haben müssen und auch schmerzhafte Verluste erlitten. Darum denke ich, mich gut in solch extreme Situationen hineinversetzen zu können.“

Mich hat es unheimlich bewegt, dass ein Mensch, der als tot galt, aufgefunden wird und nun tatsächlich verstorben ist. Wie nah geht dir eine solche Situation selbst beim Schreiben/Verfassen des Werks?

„Ja, was soll ich sagen? Grundsätzlich liegt neben meinem Computer ein Päckchen Taschentücher. Ich heule nämlich häufig wie ein Schlosshund, wenn ich solche Szenen schreibe. Und manchmal verfolgen sie mich sogar noch im Schlaf …“

Welcher Charakter aus „Mord in Ditzum“ steht dir selbst am nächsten und aus welchem Grund ist
dies so?

„Josefine, weil sie so ist, wie ich gerne wäre, sollte ich 73 werden. Gut, das mit dem Studium der Rechtsmedizin wird nix mehr werden, meine Handtasche ist aber jetzt schon ziemlich groß :-D.“

Kannst du schon sagen, wann wir mit deinem nächsten Buch rechnen dürfen? Und vielleicht einen
kleinen Einblick geben, worum es sich handelt?

„Josefine wird in diesem Jahr noch einmal ermitteln und zwar Undercover im Seniorenheim. Ich denke, „Mord in Aurich“ wird Ende November erscheinen. Außerdem werde ich Ostfriesland für einen weiteren Krimi verlassen. Diese Geschichte wird in Pennsylvania, USA spielen und es kommen ein FBI-Agent und eine Reporterin zum Einsatz, oder eine FBI-Agentin und ein Reporter. Da bin ich noch nicht sicher.“

Vielen lieben Dank für deine interessanten Antworten, die spannenden Einblicke in deine Arbeit und deine Zeit liebe Susanne !!

Von | 2017-08-16T10:56:33+00:00 August 16, 2017|Kategorien: Bücher und mehr, Gastblogger|Tags: , , , , , , |0 Kommentare

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