„Schattenkrone“ verbindet Fantasy und Historie sehr fesselnd !!

Eleanor Herman lebt mit ihrem Mann, ihrem schwarzen Labrador und ihren vier Katzen in McLean. Sie hat Shows für den History Channel und den National Geographic Channel, die sich mit den Themen Henry VIII, der antiken griechischen Stadt Aphrodisias und der Hindenburg beschäftigen, veranstaltet. Sie ist eine der Expertinnen, die zahlreiche Episoden einer nationalen Show kommentiert. Eleanor Herman ist New-York-Times-Bestsellerautorin. „Schattenkrone“ ist das erste Buch, welches sie auf dem deutschsprachigen Markt veröffentlicht hat.

Klappentext:

„Stell dir eine Zeit vor, in der die Menschen den Göttern gleichgültig sind, und das Böse an den Rändern der Welt erwacht … Alex ist kurz davor, für immer aus dem Schatten seines mächtigen Vaters zu treten und der größte Heerführer aller Zeiten zu werden. Seine Verbündete Kat hat einen Plan, von dem Alex niemals erfahren darf. Die beiden verbindet weit mehr als sie ahnen.“

Wichtige Informationen zum Buch:

Schattenkrone

Autorin: Eleanor Herman
Erscheinungsdatum: 23.Februar 2017
ISBN: 978-3841422309
Verlag: Fischer FJB

Cover:
Die Aufmachung des Covers hat mich sehr angesprochen. Im Vordergrund sieht man einen Teil es Gesichts von einem jungen Mädchen. Ein wenig hinter dem Gesicht steht ein Krieger, der durch seine Rüstung verhüllt ist. Die Farben sind allesamt düster, dennoch liegt ein goldener Schimmer über ihnen, sodass die Stimmung des Werks wunderbar widergespiegelt wird. Am Horizont jedoch sieht man einen etwas helleren Fleck, die Landschaft ist der Jahreszeit angepasst eher karg.

Inhalt:
Die Autorin Eleanor Herman war mir vorher gar nicht bekannt. Mich hat sowohl die Gestaltung des Covers als auch der historische Aspekt innerhalb der Geschichte hier sehr spontan angesprochen. „Schattenkrone“ ist der erste Band einer Reihe, die man unter dem Namen „Royal Blood“ findet.Ich bin ehrlich, ich habe nicht so wahnsinnig tief greifende historische Informationen, vielleicht eine Bildungslücke ;-), zu der Epoche, in der Alexander der Große herrschte. Spannend finde ich jedoch viele der Gebäude, die auch heute noch zu besichtigen sind, aus dem alten Griechenland. Tempelanlagen, wie sie im Buch beschrieben werden, wird man heute wohl keine mehr finden, aber durch viele kleine Ruinen von historischen Gebäuden oder Palästen, kann man sie sich bildlich wunderbar vor Augen halten. Ich stelle es mir furchtbar vor, in dieser Zeit gelebt zu haben. Es gab wenig Menschen, die man zu der heutigen Mittelschicht zählen konnte, der Großteil der Bevölkerung war arm und konnte sich mit der Landwirtschaft mehr schlecht als recht über Wasser halten. Diejenigen, die viel besaßen, hatten auch stets viele Neider und führten somit kein ungefährliches Leben. Wir begleiten hier beim Lesen zwei junge Menschen, die auf den ersten Blick verschiedener nicht sein könnten. Katharina, kurz Kat genannt, ist eine junge Frau, die schon sehr viel in ihrem Leben durchmachen musste. Schon in frühen Jahren erlitt sie heftige Schicksalsschläge, die ihr Sein bis heute stark beeinflussen. Sie ist mutig, ein bisschen verwegen und trägt einige Geheimnisse mit sich herum. Alexander, Alex genannt, ist der Thronerbe und Prinz von Griechenland. Er hat ein körperliches Leiden, weshalb er häufig bevormundet wird. Alexander ist sehr ehrgeizig und entschlossen, aber er hat auch sehr menschliche, liebenswerte Züge. Sein Schicksal hat mich sehr berührt und ich mochte ihn als Charakter schnell leiden. Auch die weiteren Charaktere wurden interessant gestaltet.

Aufbau, Struktur & Stil:
Die Geschichte in „Schattenkrone“ wird aus insgesamt sieben verschiedenen Perspektiven geschildert. Die Autorin hat hierfür die Sichtweise in der dritten Person gewählt, was ich auch durchaus passend finde. Spannend hätte ich persönlich, Alexanders Empfindungen aus der Ich-Perspektive, eingeschätzt. Ich gebe zu, dass ich ein wenig Zeit gebraucht habe, um die verschiedenen Charaktere zuordnen zu können und mir ein Bild von ihnen zu machen. Danach fiel es mir jedoch trotz der vielen Personen keineswegs schwer, mich zu orientieren. Im Gegenteil, nachdem ich begonnen hatte, die Handlung zu hinterblicken, habe ich „Schattenkrone“ innerhalb recht kurzer Zeit durchgelesen. Man spürt beim Lesen, wieviel Zeit die Autorin mit der Recherche dieser Epoche verbracht hat. Die Schilderungen der Lebensumstände, der Macht und Gier wirkten auf mich authentisch. Durch die bildlichen und detaillierten Beschreibungen konnte ich mich wunderbar auf die Geschichte einlassen, viele Szenen liefen problemlos vor meinen Augen ab. Auch die Steigerung der Spannung gelingt Eleanor Herman größtenteils gut. Gut gefallen hat mir auch, dass die Fantasyelemente nicht zu stark eingesetzt wurden, sondern eher die Historie, gefühlt, im Vordergrund stand. Das Buch endet mit einem Cliffhanger, der es einem fast unmöglich macht, nicht weiterlesen zu wollen.

Fazit:
„Schattenkrone“ ist ein spannender, komplexer und gelungener Auftakt einer neuen Reihe, bei der Historie und Fantasy wunderbar verbunden werden. Ich werde die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen.

Ich gebe vier von fünf Funkelchen.

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