Heute bin ich die miserabelste Mutter der Welt

Die miserabelste Mutter der Welt

Wenn es den Titel „miserabelste Mama der Welt“ gibt, habe ich mir diesen ganz klar heute verdient. Wir hatten eine Kontrolluntersuchung in der SSW14+6. Das Kind ist schon einen Tag weiter, also quasi SSW15, wenn man es genau nimmt. Anfänglich war alles wie immer: Ich war leicht nervös und aufgeregt. Habe gehofft, dass alles mit der Erbse in Ordnung ist. Als es losging, war noch alles im grünen Bereich. Gebärmutter sah gut aus, Baby ist auf 8 cm herangewachsen. Die Werte sind bestens. Wirbelsäule, Gehirn, Ärmchen und Beinchen – alles da. Doch was war das? Im Ultraschall blitzte plötzlich noch etwas auf. Was sollte das denn sein? „Möchten Sie einen Tipp haben, was es wird?“. Mein Mann und ich schauten uns kurz an: „Ja!“, sagte ich leicht nervös. „Also, wenn wir uns diese Stelle betrachten“ sie hatte dieses Ding wieder im Fokus „dann würde ich zu 80 Prozent davon ausgehen, dass es ein Junge wird!“ Wie bitte was? Mein Kopf schnellte zu meinem Mann, der so enttäuscht aussah, wie ich mich fühlte. Witzelnd sagte ich zu ihm „Oh, du hast also einen Stammhalter gezeugt, Spatz?“ und lächelte dabei.

Ob der Schniedel noch abfallen wird?

Ich lächelte und wollte eigentlich nur weinen. Ja! Ich wollte verdammt nochmal weinen, denn ich bin enttäuscht und unendlich traurig. Wir hatten uns beide ein Mädchen gewünscht. Claire hatte sich eine Schwester gewünscht und diese Traumblase war eben zu 80 Prozent geplatzt. „Kaufen Sie jetzt noch keine Kleidung, das nächste Mal wissen wir sicher mehr. Vielleicht ändert sich noch was“. „Ja, wenn der Schniedel doch noch abfällt“ brachte ich enttäuscht über die Lippen. Wir schlossen die Untersuchung ab, alles war wie immer. Als wir endlich draußen waren, fing ich an zu fluchen. Ja! Ich habe geflucht, geschimpft, gemeckert und war einfach traurig. Mein Mann hat gar nichts gesagt, er meinte, ich bin schon für zwei am Schimpfen. Als der erste Schock überstanden war, sagte ich zu meinem Mann, dass ich eine echt schlechte Mutter sei und mich freuen sollte, dass alles dran ist und das Baby scheinbar gesund ist. „Was, wenn ich das Baby nicht so lieben kann, wie Claire?“. „Das darfst du das Baby nie spüren lassen“, meint er dann ganz pragmatisch. Typisch, mein Mann. Immer eine Antwort parat…

Aber, was, wenn es wirklich so ist? Wenn ich mich nicht damit abfinden kann, dass aus meiner Prinzessin nun ein Junge geworden ist? Im selben Moment fühlte ich mich unglaublich schlecht! Was bist du nur für eine Mutter, habe ich mich gefragt. Du solltest froh sein, stattdessen bist du am Lamentieren. Eigentlich hast du kein zweites Kind verdient. Wirklich nicht. Zur Trauer kam nun auch Wut dazu. Wut auf mich selbst, weil ich fühle, wie ich fühle.

Der Award für die miserabelste Mutter der Welt geht an…

Werde ich das Baby wirklich lieben können? Werde ich meine Frustration überbrücken können? Das wird definitiv ein Kaiserschnitt! Unterbrach ich mich selbst in Gedanken. Im gleichen Moment war ich schockiert. Ich haderte eigentlich damit, doch nochmal eine Geburt auf natürlichem Wege zu versuchen. Für ein Mädchen. Für einen Jungen wollte ich das nicht? Wow. Als ich zu Hause war, habe ich nicht wie übliche die Ultraschallbilder angehimmelt, sondern den Mutterpass einfach zur Seite gelegt. Keine Vorfreude, kein träumen. Rabenmutter durch und durch. Wenn, mach ich es richtig. Ich verwarf den Gedanken, aber der bittere Beigeschmack blieb. Die miserabelste Mutter der Welt. Das bin ich heute….

You´re not alone

Ich äußerte meinen Unmut auf Twitter und erhielt wundervolles Feedback. Tatsächlich bin ich nicht die Einzige Mutter, die nach dem Outing ein Gefühl der Enttäuschung verspürte. Sind wir jetzt alle miserable Mütter, oder ist das einfach normal? Ich weiß es nicht, aber immerhin bin ich nicht allein damit. Das ist viel wert. Danke an alle, die ehrlich waren und ihre Enttäuschung mit mir geteilt haben. Ich fühle mich zwar immernoch miserabel, aber nicht mehr allein…

 

Von | 2017-01-11T20:12:51+00:00 Januar 11, 2017|Kategorien: Dies & Das, Mutterleiden|Tags: , |57 Kommentare

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57 Kommentare auf "Heute bin ich die miserabelste Mutter der Welt"

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Susi
Gast

Liebe Yasmin,

danke für diesen wahnsinnig bewegenden Beitrag! Ich habe auch die Befürchtung, dass es vielleicht nie ein kleines Mädchen wird – ich glaube, das würde mir das Herz brechen!
Aber ich bin mir sicher, dass du und ich auch unseren ,,Sohn“ lieben, denn am Ende ist da auch kein Unterschied, das Wesen entwickelt sich ja immer nach der Umgebung – und solange wir immer liebevoll mit unseren ,,Jungs“ umgehen klappt das schon.
Außerdem glaube ich, dass die Pubertät bei Kerlen leichter zu Überstehen ist 😀
Wir werden sehen.
Nochmals herzlichen Dank für deinen Beitrag,
deine Susi. 🙂

Lalemie
Gast

Meine Liebe,
beim Zweiten habe ich mir so sehr ein Mädchen gewünscht. Und dann? Es war nicht zu übersehen, „Hallo, ich hab` nen Schnipie!“
Auch ich war sehr enttäuscht. Mein Mann glücklich, denn er hatte Recht.
Es brauchte bei mir auch eine Weile bis ich mich wieder darüber freuen konnte, aber es kam wieder und heute bin ich total glücklich darüber.
Und wenn in Zukunft das Dritte auch noch männlich ist, na dann ist es eben so. 😀

Kopf hoch, die Gefühle kommen wieder.

Ganz liebe Grüße Melanie

Michaela
Gast
Michaela
Also ich muss dir ganz ehrlich sagen ! Im ersten moment war ich entsetzt über diesen eintrag ! Das liegt aber daran das ich das letzte jahr eine eileiterschwangerschaft mit abtreibung und eine fehlgeburt hinter mir habe und das wo wir uns doch einen zwerg wünschen ! Jedes mal ist es eine qual angefangen vom ss test bis naja mehr als 8 woche sind wir ja noch nicht gekommen ….und dann lese ich sowas …das alles bestens ist mit dem kleinen ! Ja ich kann verstehen einerseits das wenn man es gerne anders hätte entäuscht ist und evt tät ich… Read more »
Salvia von Liebstöckelschuh
Gast

Mir ging’s ähnlich, aber umgekehrt. Ich war felsenfest davon überzeugt, dass es ein Junge wird, habe mir schon ausgemalt, wie ich ihn in Holzfällerhemden, Krempeljeans und Timberlands en miniature kleiden würde… relativ spät dann zeigte sich der Bauchbewohner dann auch mal etwas freizügiger, sonst immer eher verklemmt, damit keiner was sehen konnte. Ärztin spekulierte dann auf ein Mädchen und mir wurde schon schlecht mit rosa Glitzer vor Augen…
Die Ärztin sollte mit ihrer Vermutung recht behalten und ich konnte mich dann im Laufe der Zeit auch mit rosa Glitzergedöns anfreunden 😉
Das wird schon…

Sue
Gast
Ach Yasmin, Ich glaube diese Gedanken sind völlig normal und werden dann auch durch das Schwangerschafts- Hormonchaos verstärkt 😉 Ich habe 3 Jungs und ich habe mir jedes mal sehnlichst ein Mädchen gewünscht. Vor ein paar Monaten musste meine Gebärmutter entfernt werden. Schlimm für mich war tatsächlich nur der Gedanke, dass ich nun wirklich nie eine Mädchen Mama werden kann, obwohl ein 4.Kind sowieso nicht in Frage kam 😉 Ich liebe meine Jungs aber abgöttisch und freu mich einfach schon mal drauf, wenn sie Mädels mir nach Hause bringen werden 🙂 Ich bin mir sicher, wenn der Zwerg erst mal… Read more »
Talymiau
Gast
Talymiau
Ich finde deinen Beitrag sehr mutig. Sich selbst diese Gefühle einzugestehen, UND zu veröffentlichen ist wirklich mutig. Es hilft Dir ganz bestimmt auch, den kleinen Jungen in deinem Bauch besser anzunehmen. Ich fragte eben in meiner Twittertimeline, warum es (für mich gefühlt) so oft die jungs trifft, die erstmal nicht so gewünscht sind, oder für einen Schrecken sorgen. Es war wirklich ein guter Austausch, ohne böse Worte oder Unverständnis für die jeweiligen anderen. Ich wünsche dir viele Kommentare in genau der selben richtung <3 Qäul dich selbst nicht zu sehr wegen deiner Gefühle, ich bin ganz sicher, das ihr am… Read more »
Carola
Gast
Hallo Du, das liest sich in etwa so, wie es bei mir in der zweiten Schwangerschaft war. Mein Mann und ich standen nach der Untersuchung beim Frauenarzt auf der Straße und konnten uns nicht mal anschauen, so enttäuscht waren wir. Und ich sag dir, heute sind wir so froh, dass wir einen Jungen und ein Mädchen haben. Es ist so schön zu sehen, wie sich diese beiden Kinder so unterschiedlich entwickeln und trotzdem die besten Freunde sind. Und ganz bestimmt wären wir genauso froh, wenn wir zwei Mädchen hätten. Oder zwei Jungs. (Und mal ganz nüchtern betrachtet ist der kleine… Read more »
Tina
Gast

Haha! Das mit dem „bockig“ kann ich bestätigen. 😀
Finde meine kleine Mistmatz bei weitem anstrengender als den großen Bruder. Das ist so ein lieber Kerl, der sehr an mir hängt.

Das wird schon noch! Man malt es sich halt schon im Vorraus aus, und ist dann enttäuscht, wenn es doch anders kommt. Schlaf‘ ein paar Nächte drüber, dann sieht es bestimmt anders aus.

Alltagsheldin
Gast
Ach Du Liebe… wie gut ich Dich verstehe! ((( ))) Als ich in der ersten Schwangerschaft erfahren habe, dass es ein Mädchen wird, habe ich geweint und lange gebraucht, bis ich das akzeptieren konnte. Nein, eigentlich habe ich bis zum Schluss gehofft, dass sich da jemand vertan hat und die Proben der Fruchtwasseruntersuchung vertauscht hatte. Gleichzeitig habe ich mich richtig mies gefühlt – sollte nicht das wichtigste sein, dass das Baby gesund ist? Dass alles dran ist? Und dann sowas…. tolle Mutter! Nun ja. Die Große ist jetzt 12, auch die Kleine ist ein Mädchen und ich liebe sie –… Read more »
Eva Katharina
Gast

Danke dass du hier so verdammt ehrlich bist!
Ich bin erst 20 und weiß noch nicht mal ob ich Kinder will, aber eins stand irgendwie schon immer fest, wenn dann soll es ein Mädchen sein. Aber leider ist das ja kein Wunschkonzert… mir würde es in deiner Situation wohl genauso gehen. Aber es beruhigt mich, dass es noch anderen Leuten so geht. Bisher hatte ich immer das gefühl alle brüllen „yey es ist ein …“ egal was es ist.

Jessica
Gast

Das kommt mir leicht bekannt vor.
Mein Vater wollte immer ein Mädchen, naja vor mir kamen ganze 6 Jungs zur Welt.
Bei mir hieß es die ganze Zeit „Es wird ein Junge“ , im Kreißsaal kam dann noch ein Mädchen zur Welt.
Die Worte meiner Mutter daraufhin zum Arzt waren „Was ? Ein Mädchen? -Ich hab nur Jungs, dass ist bestimmt verkehrt schieben sie es zurück!“.
-Ja sehr liebevoll ????.

Mel
Gast
Mel

In der 20. Woche war es bei uns auch zu 80% ein Junge. In den 3 Ultraschalls, die seitdem durchgeführt wurden (bin jetzt in der27. W.), wurde alles revidiert. 100% ein Mädchen… also einfach abwarten.
Ein Geschlechterwunsch ist sicher für viele normal… eine kleine Enttäuschung vielleicht auch. Aber es ist nunmal Schicksal, was es wird und man muss sich irgendwie damit anfreunden. <3

Bella
Gast

Ganz ehrlich Süße? Ich glaube NICHT dass du den Jungen weniger lieben wirst. Das wärst nicht du.
Ich finde die Reaktion vollkommen normal wenn man sich so auf ein Geschlecht versteift hat.
Du wirst sehen. Auch mit ihm wirst du glücklich werden. 😉

Rainer Hornberger
Gast

Liebe Yasmin,

ich kann Dich beruhigen: Du bist mit Sicherheit nicht „die miserabelste Mutter der Welt“ – weder (nur) heute noch generell.

Diesen Titel hat nämlich schon die Mutter MEINER Kinder! Und mit der willst Du bestimmt nicht konkurrieren, glaube mir…

Rainer

Milli
Gast
Milli
Ich würde mich an deiner Stelle in Grund und Boden schämen! Hast du dir mal darüber Gedanken gemacht, dass sowas dein Kind lesen könnte? Hast du dir mal darüber Gedanken gemacht, wie sich Eltern fühlen, die eine Fehlgeburt hatten, oder die schlicht keine Kinder bekommen können? Ein schlecht geschriebener Text, der in zwei Minuten runter geschrieben wurde, mehr ist es nicht. Du hast dir rein gar nichts überlegt. Das ist traurig! Ich frage mich auch, wo hier die ganzen Kritik Kommentare sind?! Lässt du keine zu? Willst du die Wahrheit nicht hören? Es ist einfacher pos. Screenshots von Twitter zu… Read more »
Mad-Madic
Gast
Mad-Madic
Jetzt lang es aber! Irgendjemandem den Tod wünschen ist das aller letzte und macht dich zur schlechtesten Mutter der Welt! Wie kann man nur einem noch nicht mal geborenem Kind den Tod wünschen?! Ich glaub bei dir sind alle Sicherungen durchgebrannt! Jeder wird ja wohl Präferenzen haben und offen drüber reden dürfen! Ja, es stimmt, wir beiden haben uns ein Mädchen gewünscht. Und ja, wir waren beide enttäuscht, als wir hörten, es könnte ein Sohn werden. Jeder ist doch erst mal enttäuscht wenn man sich etwas wünscht und dann doch nicht bekommt. Es ändert aber nichts dran, dass es unser… Read more »
Nicole G
Gast
Ich gebe Mad-Madic völlig recht. Was bist Du für ein Vorbild für Dein Kind/Deine Kinder, wenn Du die Rabenmutter hier so nieder machst? Ja sie hat geschrieben das sie enttäuscht war, ist das jetzt der Weltuntergang? Sie wird ihren Jungen genauso lieben wie ihr Mädchen, davon bin ich überzeugt. Ehrlichkeit ist in der Welt scheinbar nicht mehr gerne gesehen! Aber soll ich Dir was verraten? Ich mag ehrliche Menschen viel lieber, als solche die nur Ärger suchen und andere Menschen runterputzen. Die Gründe sind mir dann egal, denn jemanden zu beleidigen, oder einem ungeborenen Kind sogar den Tod zu wünschen… Read more »
Anna
Gast
Anna
Jetzt mach mal einen Punkt! Nur weil sie offen über ihre Gedanken spricht, ist sie kein Monster! Wie du in den Kommentaren lesen konntest, haben viele ähnliche Gedanken, ergo ist es mutig, dass sie den Mund auf macht! Es sollte doch in diesem ach so tolernten Land möglich sein offen zu sagen was man denkt. Klar ist dann auch eure Meinung legitim, aber wehe ihr geht dazu über anderen den Tod zu wünschen. Dass ist keine Meinung, dass ist einfach nur widerlich! Wenn du der Ansicht bist, dass ihre Gefühle falsch sind, dann sag das auch und lass es damit… Read more »
Roksana
Gast

Unglaublich widerlicher Kommentar.

Luna
Gast
Luna

Selten sowas menschenverachtendes gelesen wie dein Statement hier. Du bist charakterlich widerlich.

Dieverlorenenschuhe
Gast
Ich kann dich verstehen. Ich wollte auch immer unbedingt ein Mädchen. Mein erstes Kind outete sich dann relativ schnell als Junge. Ich war auch erst enttäuscht, und es bedeutete, dass es ein weiteres Kind geben sollte. Da überließ ich nichts dem Zufall und bekam meinen Wunsch erfüllt. Nun habe ich ein Pärchen zu Hause mit einem Abstand von 25 Monaten. Und ein Pärchen wirst du auch haben. Du hast schon ein Mädchen, macht es das nicht vielleicht leichter? Ja, meine Tochter steht mir näher, sie ist auch pflegeleichter. Aber das muss nicht so sein. Lass dich drauf ein. Alles wird… Read more »
trackback

[…] schrieb die Rabenmutter auf ihrem Blog das sie das Geschlecht ihres Kindes erfahren hat und sich nicht freuen konnte, da […]

Sabienes
Gast

80 Prozent? Das heißt noch gar nix. Aber zu 100 Prozent wirst du dein Kind lieben!
LG
Sabienes

Theresa
Gast
Theresa

Kurz enttäuscht sein ist eine Sache. An der Liebe zum Kind zweifeln und fehlende Energie für die Geburt aufgrund des Geschlechts eine andere.
Was, wenn ein Mädchen keine rosa Prinzessin wird und lieber mit einem Kurzhaarschnitt und Auto-Pullover mit ihren Kumpels im Dreck spielt, Kleider und Röcke und den ganzen Glitzerkram kacke findet?
Einem Menschen aufgrund seines Geschlechts Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen aufzuerlegen finde ich nicht nur total überholt, sondern auch schlichtweg falsch.
Erfreue dich an dem kleinen Menschen, der in dir wächst und mach dir klar, wie IRRELEVANT das Geschlecht ist.
Alles Gute.

Babsi
Gast
Liebe Yasmin, du bist deswegen keine miserable Mutter! Nach zwei Söhnen habe ich mir so sehr ein Mädchen gewünscht. Als dann sicher war, dass es wieder ein Junge wird, war ich auch sehr enttäuscht. Es dauerte mindestens zwei Wochen, bis ich die Schwangerschaft wieder genießen konnte und mich auch wieder voll gefreut habe. Es ist ja nicht so, dass man nicht froh darüber ist, dass das Baby gesund ist. Aber man ist nun einmal enttäuscht und es dauert einfach. Bei jedem verschieden lang. Außerdem habe ich einmal gelesen, dass man vor der 20. SSW gar nicht genau sagen kann, was… Read more »
Nadine Hintz
Gast
Nadine Hintz
Willkommen im Club! Ich hab auch fest mit einem Mädchen gerechnet und als die FA sagte:“ Nee, das ist ein Junge.“ War ich richtig traurig. Ich war geschockt. Und hab geweint. Die FA hat es verstanden. Nachdem ich meine kleine Tochter verabschiedet habe, mit meinem Mann zwei Abende lang einen Jungennamen gesucht habe und ausgiebig geheult habe, könnte ich den kleinen Chaoten annehmen. Er ist mittlerweile 2 Jahre alt und ein einziger Sonnenschein, außer er bekommt seinen Willen nicht oder ist krank. Ein Kuschler vor Herrn, ganz anders als seine große Schwester. Bei K3 war es genau andersherum: ich hab… Read more »
Kathrin
Gast
D-Von ist ein Junge. Das wussten wir seit der 21. Schwangerschaftswoche. Bis dahin hatten wir ihn sehr liebevoll „Luisa“ genannt. Sein großer Bruder hatte gelernt „Lulu“ zu sagen, wenn wir den Bauch streichelten, um mit „ihr“ zu reden, nannten wir ihn so. Als meine Gyn mich beim Ultraschall fragte, was wir schon Zuhause hätten und wir „Junge“ sagten, grinste sie. So einer würde es nochmal werden, ganz sicher. Mein Mann grinste. Ich war leer. Ich zog mich an und nahm den namenlosen Bauch mit nach Hause, wo ich als erstes mal an meiner Bindung zum Kind zweifelte (wie hatte ich… Read more »
Carina
Gast
Carina
Hallo Yasmin, Ich verstehe Sie ganz gut. Bei unserem ersten Kind haben wir es uns nicht sagen lassen und ich hätte es auch nicht erkannt. Ich höre schon förmlich den Aufschrei. Nein ich hätte es nicht erkannt. Wegen angeblich zu vielen Fruchtwasser durfte ich damals in der Klinik zu einer Kontrolle. Er frug, ob ich es wissen wollte? Ich gab an, dass es eher mein Mann gerne wüsste, aber ich es mir sagen lasse. Was dann geschah war die Hölle auf Erden. Mir ging es mit der Aussage „es ist ein Mädchen“ so schlecht. Ich ärgerte mich es mir habe… Read more »
Marion
Gast
Marion

„Eigentlich hast du kein zweites Kind verdient. Wirklich nicht. “

Ich wünsche deinem Kind, dass es deinen Blogpost niemals lesen muss.

Marie
Gast
Marie
Ich muss sagen ich kann es gar nicht fassen so etwas zu lesen. Und fast noch mehr schockiert mich dieser viele Zuspruch. Ist das euer Ernst? Ein kurzer Moment der Unsicherheit – das ist eins. Aber Enttäuschung?? Es ist ein MENSCH, kein Pullover in der falschen Farbe, den man gern umtauschen möchte – einer der sich nicht selbst entschieden hat zu euch zu kommen. Ein Mensch, ein wunderbares kleines Kind, das euch seinerseits bedingunglos lieben wird und andersherum als noch ungeborenes Leben nicht geliebt wird? Entschuldigung, aber mir laufen fast die Tränen vor unvorstellbarer Wut. Und das mit dem Award… Read more »
Heike
Gast
Heike

Hey Jasmin,ehrlich ich War damals enttäuscht als ich erfuhr das ich ein Mädchen bekam wollte lieber noch nen jungen und ich sage dir ich liebe meine Maike! Das wird schon! Du wirst dich schon drauf einlassen können da bin ich mir ganz sicher!

Franziska
Gast
Liebe Yasmin, Darüber enttäuscht zu sein, ist dein Gutes Rect. Man kann nichts tun gegen seine Wünsche und Träume und dass du eine Weile lang damit zu kämpfen hast, wenn du einen dieser Träume aufgeben musst, das macht dich nicht zu einer schlechten Mütter und schon gar nicht zur miserabelsten. Und es bedeutet nicht, dass du deinen kleinen Jungen nicht lieben wirst. Denn allein, dass es dir so furchtbar schlecht geht mit deiner instinktiven Reaktion, zeigt wie sehr du dir Gedanken machst um dein Baby – schon jetztund sicher auch für immer. Was du hier erzählst geht viel Müttern so… Read more »
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[…] Diskussionen, die von Blog zu Blog wandern und an so einer möchte ich mich heute beteiligen. Die Rabenmutti hatte ihre Enttäuschung über das Geschlecht ihres Kindes laut geäußert und war nicht nur auf […]

Katharina
Gast
Katharina
Puh. Also mir ist beim Lesen so einiges aus dem Gesicht gefallen. Wie kannst du denn die Liebe an dein Kind an sein Geschlecht binden? Ich wüsste gar nicht, wie das gehen soll. In der Schwangerschaft weiß man doch NULL was da für ein Mensch (jawoll, ein Mensch, das ist ein bisschen mehr als ein Schniedel oder nicht) auf die Welt kommt. Das rebellischste Mädchen, der weicheste Junge, wer weiß das schon? Ich finde nicht, dass du deshalb eine miserable Mutter bist. Das steht mir nicht zu, es zu beurteilen. Aber die Liebe zu anderen Menschen, genauer gesagt zu meinen… Read more »
Julia
Gast
Julia

Ich kann dir versichern- du wirst ihn ohne Ende lieben. Mein kleiner Sohn, der für mich auch erst eine „Enttäuschung“ war, ist das süßeste, liebste und kuscheligste Baby auf der ganzen Welt und ich würde ihn niemals gegen eine Tochter eintauschen, weil er so rundum perfekt ist!

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[…] Woche habe ich auf Facebook einen Blogtext geteilt, der extrem zu diesem Thema polarisierte. Darin ließ die Bloggerin ihren Frust darüber […]

Sophie (Kinder haben ...und glücklich leben!)
Gast
Liebe Yasmin, du weißt, dass ich deine Einstellung nicht gut verstehen kann und dass mir dein Text auch zu unsensibel oder „kalt“ vorkam. Ich habe das ganze jetzt mal genommen und mit meiner individuellen Erfahrung meine eigene Sicht auf das Thema verbloggt – passte auch gerade gut in meine wöchentlichen Schwangerschaftsberichte rein. 😉 Hier ist der Link: http://kinderhaben.de/junge-oder-maedchen-warum-wir-es-nicht-wissen-wollen-ssw-16/ In meiner ersten und auch in der aktuellen Schwangerschaft haben andere Sorgen das Thema „Junge oder Mädchen“ sehr stark relativiert. Und ich denke, das ist auch der Grund, warum viele so emotional und auch verurteilend auf deine Empfindung reagieren: Das, was wir… Read more »
Katharina (Mama hat jetzt keine Zeit)
Gast

Liebe Yasmin,
Deine Gefühle sind, wie sie sind und ich finde es mutig, sie öffentlich zu äussern. Sowohl die Enttäuschung als auch die vielen Zweifel kenne ich aus eigener Erfahrung. Deshalb kann ich auch mit gutem Gewissen sagen: Du hast noch viel Zeit, um Dich auf die veränderte Situation einzustellen! Und spätestens wenn Du das Kleine im Arm hast, ist dann sowieso alles egal, dann wirst Du es so oder so abgöttisch lieben. DARAUF kannst Du vertrauen!

Quasselette
Gast
Quasselette

Ich kann das hier null nachvollziehen, aber wer bin ich denn, um anderen Leuten vorzuschreiben, wie sie fühlen müssen?
Ich kenne nur Menschen in meinem Umfeld, die sehr sehr viel durchmachen, um ein eigenes Kind zu bekommen und schon 5 Fehlgeburten hinter sich haben. Dass solche Menschen bei diesem Thema Hass verspüren, kann ich allerdings verstehen.
Aber btw: Wenn du glaubst, ein Kaiserschnitt ist im Vergleich zu einer normalen Geburt voll easy, solltest du dich nochmal ernsthaft mit dem Thema auseinander setzen.

Peikko
Gast
Peikko
Ich verrate dir ein ganz furchtbares Geheimnis: Ich wollte eigentlich noch ein Mädchen. Dann wurde ich mit Zwillingen schwanger und der Junge outete sich naturgemäß früher. Viele Wochen später dann auch das Mädchen. Das sehnte mich aus, aber die Werde-ich-ihn-genauso-lieben-Fragen blieben. Dann war ich vor der Entbindung sechs lange Wochen im Krankenhaus und immer wenn wieder etwas war, habe ich gedacht: „Bitte, nicht das Mädchen. Das Mädchen muss leben.“ Dafür schäme mich mich im Nachhinein so sehr. Unser Sohn hatte dann mit 7 Wochen eine Hirnhautentzündung und lag auf der Intensivstation, es war die Hölle und ich dachte, ich wäre… Read more »
Jenny
Gast
Jenny

Bitte lass diesen Text nicht so stehen. Als Kind wäre ich so enttäuscht, verletzt und hilflos, müsste ich so etwas später über mich lesen. Denn auch wenn du dich schlecht fühlst, ändert es nichts daran, dass ein Kind sich deswegen viel schlechter fühlen wird. Mich hat dein Text unfassbar traurig gemacht.

Astrid
Gast
Astrid

Dieser riesige Zuspruch haut mich ehrlich um. Ich glaube, ihr habt alle den Umfang von Yasmins Verdrehtheit nicht begriffen.
Klar sind erste Reaktionen und Impulse oft fragwürdig aber bei dir scheint diese Schieflage über den ersten Impuls hinaus zu gehen.
Ich lege dir hiermit eine Psychotherapie ans Herz. Ich meine es ernst, denn man erkennt bei dir Ansätze einer narzistischen Persönlichkeitsstörung. Du betrachtest deine Kinder nicht als Menschen sondern als Accessoires. Und das ist absolut ekelhaft.

Betty
Gast
Betty

Liebe Yasmin,
Mir ging es ganz genauso! Danke für deine Offenheit! Die ganze Zeit sagte mir mein „Mutterinstinkt“ dass es ein Mädchen wird. Erst zur Geburt richtig erfahren, dass es ein Junge ist. Zwischendurch nur vage Vermutungen… ich war beim ersten „es könnte ein Junge sein“ so enttäuscht und habe mich total geschämt! Die Gefühle kommen einem so falsch vor auch wenn man sich eigentlich darüber freut dass mit dem kleinen alles in Ordnung ist. Aber jetzt finde ich meinen Süßen ganz klasse und auch der eigentliche Mädchen-papi ist sehr verzaubert.
Es wird alles gut! Liebst, betty.

trackback

[…] bin der Rabenmutti im Nachhinein dankbar, diese Diskussion entflammt zu haben. Sie war für mich eine Art Spiegel. In […]

mari
Gast
mari

Manche versuchen Jahrelang vergeblich ein Kind zu bekommen und dann gibt es solche wie dich, die dieses Wunder einfach nicht zu schätzen wissen. Ich als Frau schäme mich für dich.

Alice
Gast
Alice

Mache dir nicht so viele Gedanken <3
Es ist alles gut und richtig wie es kommt. Die Freude wird ganz bald überwiegen. Ich kann deine Gedanken verstehen und finde nicht dass du eine rabenmutter bist. Bzw. Vlt doch?! Raben sollen entgegen der öffentlichen Meinung nämlich ganz tolle Mütter sein 😉

stillheartbeat
Gast
Ich finde deinen Beitrag sehr mutig. Nicht jede Mutter würde zugeben, das sie über das Geschlecht ihres Kindes enttäuscht war. Auch wenn ich dich nicht kenne und nur stille Mitleserin bin, denke ich das du deinen Sohn (sollte es wirklich einer werden) auch lieb haben wirst. Halte ihn erst einmal im Arm, dann ist der Rest hoffentlich vergessen. :o) Trotzdem bin ich bei deinem Beitrag zwiegespalten. Ich gehöre zu den Frauen die seit Jahren um ein Kind kämpfen. Auf natürlichem Weg unmöglich, auf küstlichem anscheinend auch. Ich würde ALLES dafür geben ein Kind zu bekommen. Ich sage bewusst Kind. Nicht… Read more »
2xMama
Gast
2xMama
Hallo, ich habe an verschiednene Stellen von deinem scheinbar so furchtbaren Post gelesen und muss sagen, dass ich es nur furchtbar finde, wie die LeserInnen das aufbauschen. Man wird doch im eigenen Blog die eigene Meinung zu so einem Thema sagen dürfen, außerdem schreibst du ja eh schon, dass Du dich damit schlecht fühlst, so zu denken. Aber im anonymen Netz kann man sich wohl gut abreagieren… Ich habe nachdem mein FA monatelang immer wieder bestätigt hat, dass wir noch ein Mädchen bekommen, in der 37. Woche – also „kurz vor Schluß“ erfahren, dass ich doch einen Jungen bekomme. Ich… Read more »
Lilly
Gast
Lilly
Wenn ich sowas lese, werde ich einfach nur wütend und todtrautig. Ich finde es unglaublich Unfair! Unfair, deinem eigenem ungeborenen Kind gegenüber und all den vielen Eltern da draußen, die ihr Kind verloren haben. Was würden Sie darum geben, ihr Kind wieder im Arm zu halten. Und dann muss man so einen Mist hier lesen, das du wütend bist weil dein ungeborenes Kind nicht dein „wunschgeschlecht“ hat??!! Tut mir leid, aber in meinen Augen hast du gar kein Kind Verdient! Weil du es nicht als das ansiehst, was es ist. Ein einzigartiges Wunder! Sehr sehr traurig! Hoffe du lässt sowas… Read more »

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