
Foto: Martin Piekar
Martin Piekar kann nicht ohne Schreiben
Heute möchte ich euch einen Autoren vorstellen, den ich sogar persönlich kenne und zu meinen Freunden zĂ€hlen darf: Martin Piekar. Er ist zwei Jahre jĂŒnger als ich und hat literarisch schon weitaus mehr geleistet und erreicht, als ich wahrscheinlich je werde, obwohl ich immer davon getrĂ€umt habe, mal ein Buch zu schreiben.
Wie man auf dem Bild wohl erkennen kann, ist Martin alles andere als der Durchschnittsjunge von nebenan! Er fasziniert sich, ebenso wie ich, fĂŒr die âdunkle Szeneâ, wie sie oft betitelt wird. Damit ist er eine Art AuĂenseiter, setzt man die Perspektive auf die Durchschnittsgesellschaft. In unseren Kreisen ist er stinknormal – was nicht etwa heiĂen mag, er sei langweilig, im Gegenteil đ đ
FĂŒr Skeptiker gibt es Folgendes zu sagen:
âBei mir ist es die Sicht der Welt, die Leidenschaft des Mystischen, der Musikstil, das Geheimnisvolle, das schwarz romantische, die Wahrnehmung der Welt, eine Art Ăsthetik und Philosophie. Ich nehme mir die Freiheit zu sein, wer ich sein willâ (Zitat Martin Piekar).
Gerade deswegen möchte ich euch Martin vorstellen, denn mir imponiert sein Lebensweg und was er schon alles erreicht hat. Dazu zĂ€hlt beispielsweise seine Teilnahme als Finalist beim Lyrikpreis in MĂŒnchen (2013). Im Jahr zuvor gewann Martin Piekar den 20. Open Mike der Literaturwerkstatt Berlin im Bereich Lyrik! Auch nahm er beim Radikal BĂŒchner Projekt von ZDF Kultur teil. Sein bisheriger Höhepunkt ist die Veröffentlichung seines ersten Gedichtbandes âBastard Echoâ in diesem Jahr (erschienen im Verlagshaus J.Frank/Berlin) . Auf diesen Band werde ich bei meiner Rezension (spĂ€ter) noch genauer eingehen.
Wo kommt Martin her? Er ist ein 90er Jahrgang und aktuell Student. Er studiert Philosophie und Geschichte auf Lehramt an der Goethe UniversitÀt in Frankfurt am Main.
Schon vor seinem Abitur war fĂŒr ihn klar, dass ein einen bilateralen Weg einschlagen möchte. Er möchte Unterrichten aber auch dichten. Seine Gedichte – ich durfte ihm bereits bei einem Lesung lauschen und war ganz fasziniert vom Zusammenspiel zwischen Gitarre (ein Freund unterstĂŒtzt ihn) und den KlĂ€ngen seiner Worte â sind mittlerweile sehr persönlich. In seinem Werk Bastard Echo sind die StĂŒcke auch einzelnen Personen und Lebewesen gewidmet.
Sein Schreibtisch ist die Welt! Am Liebsten schreibt er im Bus oder Zug, also generell unterwegs. Eine heimeliche Schreibtischecke wĂŒrde auch so gar nicht zu ihm passen, finde ich đ FĂŒr ihn hat das Schreiben eine besondere Bedeutung:
âSchreiben ist Teil meines Lebens. Ich kann nicht ohne. Schreiben. Schreiben bedeutet auch reflektive Auseinandersetzung mit dem Thema und mit mir. – Es ist eben deswegen so ein wichtiger Teil meines Lebens weil dichten auch mich mir selbst nĂ€her bringt in diesen Momentenâ (Zitat Martin Piekar).
Zu seinem Werk Bastard hat er einen ganz besonderen Bezug. Denn er ist Bastard, wir er sich selbst betitelt. Der Gedichtband beschreibt eine Auseinandersetzung von ihm, mit ihm selbst, bestimmten Lebenssituationen und Bildern aus dem Alltag. Auch, wenn die Situationen manchmal alltĂ€glich und banal erscheinen so zĂ€hlen sie doch zu den Eckpunkten, die unser Leben bestimmen, so Piekar. âIch glaube mit fielen Situationen aus, die geheimnisvoller sind, als sie uns erscheinenâ, Ă€uĂerte sich Martin mir gegenĂŒber. Zusammenfassend:
âIn den Bastard Gedichten habe ich Bastard als GefĂŒhl dargestellt, um die InkompabilitĂ€t einer Person mit seiner Welt zu zeigen, die situativ oder generell eintreten kannâ.
Ăbrigens trĂ€gt Martin ein Tatto mit dem Schriftzug Bastard, wo, mĂŒsst ihr selber herausfinden đ BezĂŒglich seiner ZukunftsplĂ€ne gibt sich Piekar knapp, aber bestimmt: Er möchte weiterschreiben, denn..
âWeiter ist der einzige Weg der uns bleibtâ.
Ich freue mich sehr, dass ich euch an dieser Stelle Martin Piekar vorstellen durfte! DemnĂ€chst werde ich auch seinen Gedichtband âBastard Echoâ vorstellen, damit ihr einen Eindruck davon gewinnt, was mich an seinen Gedichten fasziniert hat.

