Thorsten Siemens lebt mit seiner Frau und beiden Kindern in Sande / Landkreis Friesland. Er wurde in Emden geboren und schreibt liebend gerne Krimis, die in seiner neuen oder auch der alten Heimat spielen. Mit Ostfriesland fühlt er sich selbst sehr verbunden. Sein aktueller Titel heißt „Tod am Kap Norderney“.

Klappentext:

„Hat der mysteriöse Reim-Killer wieder zugeschlagen? Ein Einheimischer liegt tot am Kap Norderney, dem Wahrzeichen der idyllischen Nordseeinsel. Die Hinweise deuten auf den Täter, der seit Wochen sein Unwesen treibt und bei jedem Opfer ein rätselhaftes Gedicht hinterlässt. Hat er seine Drohung, nach Norderney zu kommen, wahr gemacht? Wie passt das Opfer in das Schema des Serienmörders? Die ostfriesischen Ermittler Hedda Böttcher und Enno Frerichs nehmen das Umfeld des Toten ins Visier. Jeder scheint etwas zu verheimlichen. Je tiefer die Ermittler graben, desto verworrener wird der Fall. Doch es bleibt nicht viel Zeit, denn schon bald könnte der Täter erneut zuschlagen …“

Wichtige Informationen zum Buch:

Tod am Kap Norderney

Autor: Thorsten Siemens
Erscheinungsdatum: 13.02.20
ISBN: 978-3965861428
Verlag: Klarant

Cover:
Das Cover zeigt das Wahrzeichen von Norderney, welches man unter dem Namen Kap Norderney kennt. Der Hintergrund ist in dunklen Farben gehalten, was gut zum Inhalt des Werks passt.

Inhalt:
„Tod am Kap Norderney“ ist bereits der sechste Band in dieser Reihe, die ich seit ihrem Beginn verfolge. In der „Hedda Böttcher ermittelt“ – Reihe sind bisher folgende Ostfrieslandkrimis erschienen: 1. Tod in Neermoor, 2. Tod auf Langeoog, 3. Tod in Norddeich, 4. Tod in Emden, 5. Tod am Nordseestrand und 6. Neu: Tod am Kap Norderney. Auch wenn es mir ganz am Anfang schwer fiel, mich auf Hedda und ihre Art einzulassen, so fiebere ich jetzt immer wieder dem Erscheinen von neuen Fällen entgegen. Ich bin wirklich zu einem kleinen Fan des Ermittlerpaars geworden. Deshalb habe ich mich auch sehr gefreut, als ich wusste, dass „Tod am Kap Norderney“ erscheinen wird. Thematisch wurde ich sehr positiv überrascht, denn dieser Krimi zeigt sich mehr als abwechslungsreich, wenn gleich natürlich die Mordermittlungen im Mittelpunkt stehen. Trotzdem sind auch zwischenmenschliche Beziehungen und eine Familiengeschichte sehr wichtig für das Werk und dessen Entwicklung. Gleichzeitig hat man das Gefühl, das sich beim Lesen immer mehr Geheimnisse und Abgründe auftun. Hedda ist eine sehr neugierige junge Frau. Wenn sie erstmal das Gefühl hat, dass sie auf einer heißen Spur ist, lässt sie das auch nicht mehr los. Manchmal führt ihre Neugier aber auch dazu, dass sie sich in wirklich gefährliche Situationen bringt. Wenn sie könnte, wäre sie rundum die Uhr in Sachen Ermittlungen unterwegs. Enno holt sie aber immer wieder runter, er ist der perfekte Gegenpol zu ihr und bringt ein wenig mehr Ruhe in die ganze Sache. Ich mag beide Charaktere sehr gerne, gerade die Tatsache, dass sie sich und ihre Arbeit immer wieder auch infrage stellen, macht sie sehr sympathisch.

Aufbau, Struktur & Stil:
Die Handlung in „Tod am Kap Norderney“ wird dem Leser, größtenteils, aus Sicht der Protagonistin Hedda geschildert. Es gibt jedoch auch immer wieder Kapitel aus der Perspektive anderer Charaktere, sodass man einen umfassenden Einblick in die Ereignisse erhält. Der Autor hat sich dabei für die Perspektive in der dritten Person entschieden. Man befindet sich schnell mitten im Geschehen, was mir sehr gefallen hat. Auch der bildliche Schreibstil, der dazu führte, dass ich mir die Situationen wunderbar vor Augen halten konnte, hat mir wirklich zugesagt. Besonders gelungen ist jedoch der Spannungsaufbau, mit zahlreichen Wendungen und den neuen Erkenntnissen, die die Ermittlungen aufwerfen, konnte mich der Autor immer wieder auf falsche Fährten führen. Ich konnte bis zum Ende des Buchs miträtseln und wurde dennoch überrascht.

Fazit:
„Tod am Kap Norderney“ ist ein fesselner Krimi mit zahlreichen überraschenden Wendungen, der mich sehr gut unterhalten hat !!

Ich gebe fünf von fünf Funkelchen.

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